Eine Bonitätsprüfung soll einschätzen, wie wahrscheinlich eine Person oder ein Unternehmen finanzielle Verpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllen kann. Besonders bei Krediten ist sie ein zentraler Bestandteil der Entscheidung. Gleichzeitig sorgt das Thema häufig für Verwirrung, weil Begriffe wie Bonität, Kreditwürdigkeit, SCHUFA-Score und Scoring oft vermischt werden. Dieser Ratgeber erklärt, was hinter einer Bonitätsprüfung steckt, welche Daten eine Rolle spielen können und wie Verbraucher ihre gespeicherten Informationen selbst kontrollieren.
Vladislav Guskov ist Performance- und Growth-Marketing-Spezialist mit über 8 Jahren Erfahrung im Fintech- und Digital-Bereich. Bei Vexcash verantwortet er die digitale Kundengewinnung und Content-Strategie für den deutschen Markt.
Fachlich geprüft von: Karsten Schmidt, Chief of Growth and Customer Experience, Vexcash AG
Stand: Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2026 · Informationen regelmäßig geprüft.
Das Wichtigste in Kürze
- Bonität beschreibt die Einschätzung der Kreditwürdigkeit.
- Eine Bonitätsprüfung kann mehrere Informationsquellen kombinieren.
- Der SCHUFA-Score ist nur ein Teil möglicher Bonitätsinformationen.
- Verbraucher können gespeicherte SCHUFA-Daten selbst prüfen und fehlerhafte Angaben berichtigen lassen.
Was bedeutet Bonität?
Bonität beschreibt, wie zuverlässig eine Person oder ein Unternehmen voraussichtlich seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommt. Im Kreditbereich spricht man deshalb häufig auch von Kreditwürdigkeit. Dabei geht es nicht um eine einzige Zahl, sondern um eine Gesamteinschätzung.
Je nach Anbieter können unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise Angaben aus einem Antrag, interne Risikokriterien sowie zulässige Informationen von Wirtschaftsauskunfteien. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Bonität nicht mit einem einzelnen Score gleichzusetzen.

Wie läuft eine Bonitätsprüfung ab?
Eine Bonitätsprüfung beginnt in der Regel mit den Informationen, die für den jeweiligen Vertrag oder Antrag benötigt werden. Bei einem Kredit können beispielsweise Identitätsdaten, Angaben zur finanziellen Situation und weitere für die Rückzahlungsfähigkeit relevante Informationen eine Rolle spielen.
Zusätzlich können Kreditgeber, sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, Bonitätsinformationen von Wirtschaftsauskunfteien einbeziehen. Solche Informationen dienen als Entscheidungshilfe. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch der jeweilige Anbieter anhand seines eigenen Prüfverfahrens.
Wer führt Bonitätsprüfungen durch?
Bonitätsprüfungen sind vor allem dort üblich, wo ein Unternehmen ein finanzielles Ausfallrisiko trägt. Das betrifft beispielsweise Banken und Kreditinstitute, Händler bei Rechnungskauf oder Ratenzahlung, Leasinganbieter und bestimmte Telekommunikationsverträge.
Auch bei Mietverhältnissen können Bonitätsinformationen eine Rolle spielen. Dabei unterscheiden sich Umfang und Zweck der Prüfung je nach Vertragsart deutlich.
Bonitätsprüfung und SCHUFA-Score: Was ist der Unterschied?
Der SCHUFA-Score ist eine Entscheidungshilfe auf Basis der bei der SCHUFA gespeicherten Daten. Der aktuelle Score wird auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten dargestellt. Je höher der Wert, desto geringer wird das statistische Ausfallrisiko eingeschätzt.
Eine Bonitätsprüfung geht jedoch weiter. Ein Kreditgeber kann neben Auskunfteidaten zusätzliche Angaben aus dem Antrag und eigene Risikokriterien berücksichtigen. Ein SCHUFA-Score allein kann daher nicht vorhersagen, ob ein Kredit angeboten wird.
Welche Rolle spielt die SCHUFA?
Die SCHUFA sammelt bonitätsrelevante Informationen und stellt daraus abgeleitete Scorewerte zur Verfügung. Unternehmen können diese Werte als einen Baustein ihrer eigenen Entscheidung nutzen.
Außerdem können Verbraucher nachvollziehen, welche Daten gespeichert sind. Das ist besonders sinnvoll, wenn eine Finanzierung geplant ist oder Zweifel an der Richtigkeit gespeicherter Angaben bestehen.
Weitere Informationen finden Sie direkt bei der SCHUFA.
Welche Daten können die Bonität beeinflussen?
Welche Informationen eine Bonitätsprüfung berücksichtigt, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Deshalb gibt es keine universelle Liste, die für jede Bank, jeden Händler und jede Auskunftei gleichermaßen gilt.
| Informationsquelle | Mögliche Rolle |
|---|---|
| Angaben aus dem Antrag | Können zur Einschätzung der finanziellen Situation verwendet werden. |
| Interne Risikokriterien | Jeder Anbieter kann eigene Prüfmodelle verwenden. |
| Wirtschaftsauskunfteien | Können Bonitätsinformationen oder Scorewerte liefern. |
| Zahlungsverhalten | Negative Zahlungsstörungen können die Bewertung beeinflussen. |
Wie kann ich meine Bonität verbessern?
Eine Bonität lässt sich nicht mit einem einzelnen Trick „hochsetzen“. Langfristig ist vor allem wichtig, finanzielle Verpflichtungen zuverlässig zu erfüllen. Rechnungen und Kreditraten sollten daher fristgerecht bezahlt und Konten ausreichend gedeckt werden.
Ebenso sinnvoll ist es, gespeicherte Daten regelmäßig zu kontrollieren. Falsche oder veraltete Angaben können die Bewertung verzerren. Sind gespeicherte Informationen objektiv falsch, können Verbraucher eine Berichtigung verlangen.
Allerdings sollte man einfache Faustregeln mit Vorsicht betrachten. Aussagen wie „mehr als zwei Konten sind automatisch schlecht“ sind zu pauschal. Entscheidend ist immer, welche Informationen tatsächlich gespeichert und vom jeweiligen Anbieter berücksichtigt werden.
Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber SCHUFA-Score verbessern.
Wie kann ich meine SCHUFA-Daten prüfen?
Verbraucher haben nach Art. 15 DSGVO das Recht, Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten. Bei der SCHUFA kann dafür eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO angefordert werden.
Die Datenkopie hilft dabei, gespeicherte Angaben zu kontrollieren. Falls Informationen falsch oder veraltet sind, können Betroffene eine Berichtigung verlangen. Vor größeren Finanzierungen kann eine solche Prüfung besonders sinnvoll sein.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Beitrag SCHUFA-Auskunft beantragen.
Wann darf eine Bonitätsprüfung durchgeführt werden?
Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen einer Bonitätsprüfung unterliegt dem Datenschutzrecht. Maßgeblich sind insbesondere die DSGVO sowie ergänzende Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes.
Je nach Situation kann die Rechtsgrundlage beispielsweise in vorvertraglichen Maßnahmen, einer gesetzlichen Verpflichtung, einer Einwilligung oder einem berechtigten Interesse liegen. Zusätzlich enthält § 31 BDSG besondere Anforderungen für Scoring und Bonitätsauskünfte.
Weitere rechtliche Informationen finden Sie auf gesetze-im-internet.de.
Bonitätsprüfung bei Vexcash
Bei Vexcash erfolgt die Kreditanfrage online und ist SCHUFA-neutral. Voraussetzung ist ein monatliches Mindesteinkommen von 600 €. Die Kreditvergabe setzt eine Bonitätsprüfung voraus.
Ein Kredit bei Vexcash kann eine Option sein, wenn ein konkreter Geldbedarf besteht. Entscheidend bleibt jedoch immer die individuelle Prüfung der Voraussetzungen und der Kreditwürdigkeit.
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Kredit jetzt anfragenAchtung! Kreditaufnahme kostet Geld.
Repräsentatives Beispiel gemäß § 17 PAngV
Repräsentatives Beispiel:
| Nettodarlehensbetrag | 500,00 € |
| Gebundener Sollzinssatz | 10,60 % p.a. |
| Effektiver Jahreszins | 11,13 % |
| Laufzeit | 3 Monate |
| Raten | 2 Raten à 169,62 € und 1 Rate à 169,63 € |
| Gesamtbetrag | 508,87 € |
Hinweis: Der Abschluss eines Vertrages über das Smart-Paket ist verpflichtend, wenn Sie die bevorzugte Bearbeitung Ihres Kreditantrages durch die Vexcash AG wünschen. Die Kosten für das Smart-Paket kommen zu den im effektiven Jahreszins angegebenen Kosten hinzu. Da diese Kosten davon abhängen, wie lange Sie das Smart-Paket buchen, ist eine Einbeziehung in die Berechnung des effektiven Jahreszinses nicht möglich. Das Smart-Paket kostet 69 Euro monatlich.
Bonität vorausgesetzt.
Darlehensvermittler: Vexcash AG, Rahel-Hirsch-Straße 10, 10557 Berlin, Deutschland.
Häufige Fragen zur Bonitätsprüfung
Eine Bonitätsprüfung bewertet, wie wahrscheinlich eine Person oder ein Unternehmen finanzielle Verpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllen kann. Im Kreditbereich dient sie dazu, die Kreditwürdigkeit und das Ausfallrisiko einzuschätzen.
Bonität ist der übergeordnete Begriff für Kreditwürdigkeit. Der SCHUFA-Score ist dagegen nur eine mögliche Informationsquelle innerhalb einer umfassenderen Bonitätsprüfung.
Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Kreditgeber können Angaben aus dem Antrag, interne Risikokriterien und zulässige Informationen von Wirtschaftsauskunfteien berücksichtigen.
Der aktuelle SCHUFA-Score arbeitet mit einer Punkteskala von 100 bis 999. Er basiert auf mehreren Kriterien aus den bei der SCHUFA gespeicherten Daten und dient Unternehmen als Entscheidungshilfe.
Hilfreich sind vor allem ein verlässliches Zahlungsverhalten und korrekte gespeicherte Daten. Fehlerhafte oder veraltete Angaben sollten geprüft und gegebenenfalls berichtigt werden. Eine bestimmte Scoreverbesserung lässt sich jedoch nicht garantieren.
Verbraucher können bei der SCHUFA eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern. Damit lässt sich prüfen, welche personenbezogenen Daten gespeichert sind.
Eine Bonitätsprüfung benötigt immer eine datenschutzrechtliche Grundlage. Je nach Situation kann diese zum Beispiel aus vorvertraglichen Maßnahmen, einer gesetzlichen Verpflichtung, einer Einwilligung oder einem berechtigten Interesse resultieren.
Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung dar. Für ein konkretes Kreditangebot sind die jeweiligen Vertragsbedingungen maßgeblich. Die Gewährung eines Kredits setzt eine Prüfung der individuellen Voraussetzungen und der Kreditwürdigkeit voraus.