[Infografik] VEXCASH EM-Analyse 2016

Seit Sonntag, den 10. Juli 2016 hat Europa mit Portugal einen neuen Fußball-Europameister. Das Finale zwischen Frankreich und Portugal sahen 17,68 Millionen Zuschauer im TV. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien und Frankreich zogen ca. 30 Millionen Zuschauer vor die TV-Geräte. Das entspricht einem Marktanteil von 80 %.

Ein solches mediales Großereignis stellt jedes Online-Business vor eine große Herausforderung. Schließlich drohen durch die verlagerte Aufmerksamkeit geringere Besucherzahlen.

Dennoch konnten wir mit gezielten Maßnahmen den Traffic-Verlust reduzieren und haben dabei interessante Ergebnisse und Beobachtungen gemacht.

Alle statistischen Daten beziehen sich ausschließlich auf den Zeitraum der Fußballübertragungen im TV  (Anpfiff bis Abpfiff).

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Mit TV-Werbung gegen Besucherverluste

VEXCASH hat schon vor Beginn der Fußball-EM überlegt, wie dem Traffic-Verlust vorgebeugt wird. Mit gezielter TV-Werbung auf einem Nebensender haben wir vor allem das Publikum erreicht, welches nicht Fußball sehen wollte.  Besonders während der Gruppenspiele haben wir mit 71 % mehr Traffic ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Gruppenspiele+ 71 %
Achtelfinale+ 18 %
Viertelfinale– 42 %
Halbfinale– 61 %
Finale– 65 %
Durchschnitt– 15,8 %

Leider konnte dieser Effekt nicht beibehalten werden. Ab Viertelfinale fielen die Besucherzahlen stetig. Über den gesamten Zeitraum der EM liegt der Durchschnitt (im Vergleich zum Vormonat) bei -15,8 %.

Spiele mit deutscher Beteiligung – wenig Traffic und lange Verweildauer

Bei Spielen des DFB-Teams ist der Besucher-Traffic erwartungsgemäß am stärksten eingebrochen (-72 % Traffic beim Spiel Deutschland – Italien).  Allerdings stieg bei den gleichen Spielen die durchschnittliche Verweildauer um 30 %. Der Anteil an Mobile Traffic war sogar 60 % höher als bei anderen Spielen.

Diese Beobachtung spricht dafür, dass während der Fußballübertragung vermehrt zum Tablet oder Smartphone gegriffen wird, um im Internet zu surfen. Dadurch kommt es zur geteilten Aufmerksamkeit der Zuschauer, was als Second-Screen-Effekt bezeichnet wird.

Weitere Auffälligkeiten

Kleine Kredite vor Spielen des DFB

Einen Tag vor dem Spiel Deutschland – Italien war die Anzahl an Anfragen für Minikredite bis 500 Euro genau 11 mal höher als an anderen Tagen.

Höhe der Kreditanträge steigt mit Alter des Zielpublikums

Besonders die Altersklasse 45-65 entscheidet sich für nur ein Medium (TV), mit dem sie sich beschäftigen. In dieser Altersgruppe ist der Besucherverlust ab dem Viertelfinale am ausgeprägtesten, da weniger zum Handy oder Tablet greifen, während die Fußballübertragung läuft.

Diese Beobachtung trifft ebenfalls auf Senioren zu. Die Altersklasse 65+ war vor allem am spielfreien Tag (24. Juni 2016) auf VEXCASH aktiv, was wir an einem Traffic-Wachstum von mehr als 400 % beobachten konnten. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Anzahl der durchschnittlichen Kreditanfragen um 32 %.

Unterschiede zwischen Mann und Frau

Der Frauenanteil blieb in der gesamten Spielzeit der EM konstant. Im Vergleich zum Vormonat steigerten sich die weiblichen Besucherzahlen allerdings um knapp 20 %.

Der Anteil der männlichen Besucher schwankte während der EM-Spielzeit nur leicht. Bei Spielen der Fußballnationen Spanien und Italien konnten wir einen leichten Rückgang beobachten.

Zusammenfassung

Mit gezielten Werbeeinspielungen auf Nebensendern ließ sich der Besucher-Traffic sehr gut kompensieren. Allerdings ist die Zuschauer-Magnet-Funktion der KO-Runde übermächtig und wächst von Runde zu Runde. Besonders bei Spielen des DFBs ist das Interesse an Online-Krediten sehr gering.

Das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft hat sicher auch Auswirkung darauf, dass die Trafficverluste von Halbfinale und Finale so nah beieinander liegen. Wir können nur spekulieren, wie sich eine Finalteilnahme des DFBs auf die Besucherzahlen ausgewirkt hätte.

Durch TV-Werbung und die starken Besucherzahlen während der Gruppenspiele sind wir zum Glück weit davon entfernt, die Europameisterschaft als Business-Killer zu empfinden. Die Frage ist nun vielmehr, welche Maßnahmen noch erfolgsversprechender gegen einen TV-Goliath wie Fußball sind?