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Was ist eine Expressüberweisung?

Egal, ob ein Urlaubsschnäppchen gesichert oder eine Rechnung beglichen werden muss – schneller als mit einer Expressüberweisung geht es nicht.

Eine Expressüberweisung ist immer dann angebracht, wenn Geld schnell von einem Konto auf ein anderes geschickt werden soll. Obgleich der Begriff heute nicht mehr ganz zutreffend ist, wird die Expressüberweisung noch telegrafische Überweisung genannt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Blitzüberweisung durchzuführen.

Die Besonderheit an dieser Art der Überweisung liegt in der Geschwindigkeit der Überweisung. Diese vollzieht sich innerhalb weniger Minuten. Möglich wird das, weil die Banken den angewiesenen Betrag bevorzugt bearbeiten. Während bei einer üblichen Banküberweisung die Gutschrift mehrere Tage dauern kann, wird der Betrag bei einer Expressüberweisung taggleich gutgeschrieben. Für eine Expressüberweisung verlangen Banken in der Regel eine Gebühr von 15 bis 25 Euro. Während eine Blitzüberweisung auf der Bank nur innerhalb der Öffnungszeiten möglich ist, haben Kunden bei einer Online-Überweisung rund um die Uhr die Möglichkeit, Ihre Zahlung auf den Weg zu schicken. Das gilt nicht nur innerhalb von Deutschland, sondern rund um den Globus.

Fristen für die Dauer einer Expressüberweisung

Expressüberweisungen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes fungieren in den meisten Fällen bargeldlos, obwohl auch eine Bareinzahlung möglich ist. Kunden können eine Blitzüberweisung auf ein Girokonto vornehmen oder Den Betrag über Drittanbieter an eine Person schicken. Zum europäischen Wirtschaftsraum gehören mehr als 30 Länder. Hier beträgt die Frist für eine Blitzüberweisung einen Tag. Voraussetzung ist, dass die Onlineüberweisung in der Währung des Euro durchgeführt wird. Nehmen Kunden ihre Expressüberweisung in einer anderen Währung vor, haben die Banken vier Tage Zeit, bis das Geld auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden muss.

Für Zahlungen außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes gibt es keine gesetzlichen Ausführungsfristen. Zahlreiche Kreditinstitute bieten den Service der Blitzüberweisung trotzdem an. In dem Fall ist sicherzustellen, dass eine Blitzüberweisung den Empfänger wenige Stunden oder spätestens am nächsten Tag erreicht. Diese Möglichkeit besteht hauptsächlich bei einer Überweisung von einem Girokonto zum anderen Girokonto. Die Beträge können folglich nicht von einem Festgeld- oder Sparkonto abgebucht werden. Wenn die Expressüberweisung nicht von Girokonto zu Girokonto durchgeführt werden soll, haben Kunden die Möglichkeit, die Summe per Bareinzahlung bei der Bank einzureichen oder den Dienst eines Anbieters für Bargeldtransfer in Anspruch zu nehmen. Über die internationalen Zahlungssysteme kann der Empfänger auf einer vorher festgelegten Bank Bargeld entgegennehmen.

Wie ist eine Expressüberweisung zu veranlassen?

Für eine Expressüberweisung gibt es viele Möglichkeiten. So können Kunden persönlich in ihrer Bankfiliale erscheinen, um die Blitzüberweisung bargeldlos zu veranlassen. Am besten ist es, möglichst früh zu erscheinen, da die Tagesfristen für eine Blitzüberweisung sehr unterschiedlich sind. Je nach Wochentag und Öffnungszeit liegen die Termine zwischen 12:00 und 16:00 Uhr.

Expressüberweisung über die Hausbank

Wenn die Expressüberweisung bargeldlos vom Konto veranlasst wird, genügt die Vorlage der Girokarte. Bei einer Bareinzahlung müssen Kunden zusätzlich ein gültiges Dokument vorlegen. Das kann der Personalausweis oder der Reisepass sein. In manchen Fällen ist auch der Führerschein ausreichend. Die Expressüberweisung gilt als Einzelauftrag, der mit entsprechender Priorität bearbeitet wird. Die Kosten richten sich in den meisten Fällen nach der Höhe der Auftragssumme. Im europäischen Wirtschaftsraum wird der Betrag innerhalb weniger Stunden gutgeschrieben. Je zeitiger Kunden in der Filiale vorsprechen, desto größer ist die Chance, dass der Geldbetrag noch am selben Tag beim Empfänger ankommt.

Insgesamt ist der Vorgang bei der Hausbank unkompliziert und läuft in folgenden Schritten ab:

  • Einreichung Überweisung bei der Bank
  • Vorlage eines gültigen Dokumentes
  • Expressüberweisung angeben

Giropay als Bezahldienst

Eine andere Möglichkeit für eine Expressüberweisung ist Giropay. Für diese Möglichkeiten haben sich verschiedene Banken zusammengeschlossen. Wenn eine Expressüberweisung über diesen Anbieter in Auftrag gegeben wird, werden Kunden online an ihre eigene Bank weitergeleitet. Wichtig ist dabei, dass die Bank an Giropay angeschlossen ist.

Der Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  • Giropay tritt nur als Vermittler auf
  • Kunden zahlen über Ihr Onlinebanking
  • Kunden geben keine Daten an Giropay heraus.

Viel genutztes PayPal

Kaum ein Internethändler oder Internetkäufer möchte auf die Vorteile von PayPal verzichten. Auch hier gibt es zwei Varianten. Kunden können herkömmlich über PayPal zahlen oder die Expressüberweisung nutzen. Bei der schnellen Variante haben Kunden den Vorteil, dass sie nicht auf die IPN-Kommunikation angewiesen sind, um den Betrag freizugeben. Der Auftrag wird unmittelbar gespeichert. Um per PayPal zu überweisen, müssen Kunden allerdings einige Vorbereitungen treffen.

Wichtig ist, dass Sie

  • sich bei PayPal anmelden
  • ein gültiges Konto mit einer E-Mail-Adresse verbinden
  • sich verifizieren

Bei einer Zahlung müssen Nutzer ihre E-Mail-Adresse angeben. Der Empfänger bekommt keinerlei Bankdaten, sondern der Betrag wird über PayPal verschickt.

Vor- und Nachteile einer Expressüberweisung

Generell haben alle Zahlungsverfahren Vor- und Nachteile für Kunden und gleichermaßen für Händler. Beide Seiten sind bestrebt, das Bezahlrisiko so gering wie möglich zu halten. Noch immer verwenden viele Käufer deshalb Rechnungen, Lastschriftverfahren oder Kreditkarten. Von den Händlern werden am liebsten Kreditkarten gesehen, da die Zahlungsausfälle oder Zahlungsstörungen am geringsten sind. Kunden genießen dabei den Vorteil, das benötigte Geld wird ohne Aufwand ausgespielt und die Ausgaben mittels Kreditkartenabrechnung geprüft. Komplett an Bedeutung hat inzwischen die Bezahlung per Nachnahme verloren. Dagegen werden Blitzüberweisungen mehr bevorzugt. Paypal, Giropay oder Sofortüberweisungen werden von Verkäufern immer häufiger angeboten und von Kunden gern verwendet.

Die Expressüberweisung sorgt beim Verkäufer dafür, dass er sein Geld meistens am selben Tag hat und die Ware zeitnah abschicken kann. Der Käufer kann sich über eine möglichst schnelle Warenlieferung freuen. Durch diverse Zahldienste steigt die Anzahl der Spontankäufer an. Händler haben mehr Umsatz, da das Einkaufen bequem ist und Kunden immer Bargeld in der Tasche haben müssen. Ein Nachteil für den Kunden ist, dass zum Beispiel Giropay ein Vorkasseverfahren ist, denn die Bezahlung erfolgt vor der Lieferung. Ein Problem für Kunden und Händler bleibt die Technik. Mobile Zahlungsverfahren für die Expressüberweisung benötigen in der Regel eine aufwendige Technik, um zu funktionieren.

VorteileNachteile
Spontankäufe sind möglichKunde tritt in Vorauszahlung
Kunden kaufen mehr als geplant (Händler)Viele Zahlungsmöglichkeiten verleiten zu Spontankäufen
Bequemer EinkaufFehlüberweisungen lassen sich nicht rückgängig machen
Weniger Geldausfälle (Händler)Gebühren werden vom Händler bezahlt
Geld ist durch Expressüberweisung schnell beim EmpfängerEs muss teure Technik angeschafft werden (Händler)
Geld steht bei Expressüberweisung schnell zur VerfügungBei Stromausfall keine Zahlung möglich

Was gibt es hinsichtlich einer Überweisung ins Ausland zu beachten?

Wer Expressüberweisungen in ein anderes Land durchführen will, muss einige rechtliche Grundlagen beachten. So sind zum Beispiel Beträge über 12.500 Euro ins Ausland durch die Außenwirtschaftsverordnung meldepflichtig. Deshalb muss zusätzlich zu dem Überweisungsformular das Formular Z4 an die Deutsche Bundesbank gesendet werden. Ihre Bank hat diese Formulare vor Ort.
Auch eine Expressüberweisung ins Ausland kann länger dauern. Wird die Expressüberweisung mit einem Geldtransferdienstleister durchgeführt, wird der Vorgang in der Regel schneller durchgeführt als bei einer klassischen Bank.

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