PayPal & Co. moderne Zahlungsoptionen im E-Commerce

Nachdem der erste Teil unserer Beitragsreihe zu Zahlungsoptionen im E-Commerce den klassischen Zahlungsmethoden gewidmet war, stehen heute innovative E-Payment Verfahren im Zentrum des Beitrages. Während Vorkasse, Rechnung, Nachnahme, Lastschrift und Kreditkarte in der Regel sowohl online wie auch stationär genutzt werden können, sind moderne E-Payment Verfahren vorrangig für die Nutzung im E-Commerce (elektronischer Handel) entwickelt worden.

Wie E-Payment im E-Commerce funktioniert

moderne Zahlungsmöglichkeiten im Internethandel
Alle elektronischen Bezahl- Lösungen sind speziell auf den Einsatz im Internethandel abgestimmt, normalerweise sehr einfach in der Nutzung und schnell in der Bearbeitung.

Nachdem der Bestellprozess im Onlineshop abgeschlossen ist, wählt der Kunde das entsprechende E-Payment Verfahren. Nun wird er auf die Bezahlseite des Payment Anbieters umgeleitet, autorisiert die entsprechende Zahlung, um dann wieder zum Händler weitergeleitet zu werden. Der Händler erhält in der Zwischenzeit umgehend die Zahlungsbestätigung durch den Payment Provider und kann daraufhin den Warenversand zum Kunden anstoßen.
Der E-Payment-Anbieter schreibt dem E-Commerce Händler den Rechnungsbetrag abzüglich seiner Gebühren gut und zieht den entsprechenden Kaufpreis beim Kunden mittels Lastschrift, Kreditkartenbuchung oder einem anderen vereinbarten Verfahren ein.

Vor- und Nachteile verfügbarer E-Payment Lösungen

Die derzeit verfügbaren E-Payment Verfahren im E-Commerce lassen sich in vier große Gruppen unterteilen:

  • E-Mail-basierte Zahlungsoptionen (u. a. PayPal, Skrill)
  • Zahlungsverfahren auf Wertkarten- bzw. auf Prepaidbasis (paysafecard, uKash)
  • Mobiltelefon-basierte Zahlungsverfahren (mpass Zahlung per NFC, elektronische Geldbörsen bzw. mobile Wallet-Lösungen)
  • sonstige Inkasso- und Billingverfahren wie beispielsweise ClickandBuy

Jedes Verfahren hat Besonderheiten und bietet individuelle Vorteile und Nachteile. Alle E-Payment Lösungen sind speziell auf den Einsatz im E-Commerce abgestimmt, in der Regel extrem einfach in der Nutzung und schnell in der Abwicklung. Einige Anbieter von E-Payment Lösungen sichern dem Händler sogar eine Garantie gegen Zahlungsausfälle zu.
Dem gegenüber stehen der relativ geringe Bekanntheitsgrad und die geringe Akzeptanz neuer Optionen bei den Kunden. Wie dieser Beitrag zeigt, sind häufige Kaufabbrüche durch den Kunden beim E-Commerce die Folge, wenn dieser nicht die gewünschte Zahlungsoption vorfindet.

Was Händler bei der Auswahl der Zahlungsoptionen beachten sollten

Bei der Auswahl der Zahlungsoptionen sollten Händler nicht nur das Gebührenmodell beachten, sondern noch einige weitere Kriterien ins Kalkül ziehen. Unter anderem sind das:

  • Zeitspanne bis zur Gutschrift auf dem eigenen Geschäftskonto
  • Akzeptanz und Marktdurchdringung
  • internationale Zahlungsabwicklung
  • technische Anbindung und Umsetzbarkeit im eigenen Shop-System, Integrationskosten
  • Risiko- und Zahlungsausfall-Management
  • Support und zusätzliche Serviceleistungen wie Adress- und Bonitätsprüfung

E-Payment Verfahren auf E-Mail-Basis

Die bekanntesten E-Mail-basierten Zahlungsverfahren sind PayPal und Skrill. Beide Verfahren versprechen Sicherheit, denn die eigentlichen Bankdaten bleiben geheim und werden nicht an den Empfänger gesendet. Zur Zahlung sind lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort notwendig.

PayPal

PayPal ist das bekannteste und am weitesten verbreitete Online-Zahlungsverfahren. Rund 15 Millionen Kunden nutzen die Option, mit PayPal einfach und sicher zu bezahlen. Darüber hinaus können PayPal Nutzer Zahlungen empfangen und Geld versenden. Bei der Nutzung von PayPal zahlt der Kunde lediglich mit seiner E-Mail-Adresse und dem entsprechenden Passwort.
Der Ausgleich des Rechnungsbetrages bzw. Einzahlungen auf das PayPal-Konto können per Lastschrift, Kreditkarte oder Online-Überweisung mittels giropay erfolgen. Guthaben auf dem PayPal-Konto können jederzeit zum Bezahlen genutzt werden.
PayPal bietet einen Käuferschutz und die Möglichkeit, via PayPal App mobil zu bezahlen.
Während die Zahlung mittels PayPal kostenfrei ist, berechnet der Anbieter für den Geldempfang eine umsatzabhängige Gebühr vom Empfänger der Zahlung.

Skrill

Skrill (ehemals Moneybookers) ist eine weitere E-Mail-basierte Zahlungsoption, die überwiegend in Europa zum Einsatz kommt und in Deutschland bereits von 500.000 Kunden genutzt wird. Bei Skrill registrierte Kunden melden sich mit ihrem Skrill Benutzernamen und Passwort an und können Geld versenden und auf empfangenes Geld zugreifen. Nicht registrierte Kunden können ebenfalls Geld empfangen, müssen sich allerdings registrieren, um darauf zugreifen zu können. Sie erhalten eine Mail mit einem Link zur Registrierung bei Skrill. Nach erfolgreicher Registrierung ist der Kontostand einsehbar und das Geld kann abgebucht, ausgegeben oder mit der Skrill Prepaid MasterCard an einem von 1,9 Millionen MasterCard Geldautomaten weltweit abgehoben werden. Um Geld zu versenden, ist lediglich die Eingabe der E-Mail-Adresse des Empfängers sowie des Passworts (Geburtsdatums) des Absenders als Bestätigung notwendig.
Im nächsten Beitrag unserer Artikelserie stehen dann neben den Karten-basierten Zahlungsoptionen und den sonstigen Inkasso- und Payment-Verfahren vor allem das Thema mobile Zahlungsoptionen via Mobiltelefon und Smartphone im Mittelpunkt.

Über Vexcash AG

VEXCASH AG, Deutschlands erste Plattform für Kurzzeitkredite. Vexcash hilft Ihnen in kurzfristig unvorhersehbaren finanziellen Situationen bis zum nächsten Gehaltseingang die Kontrolle zu behalten.