Was sich zum Jahreswechsel 2015 für die Deutschen ändert

Noch etwas mehr als drei Wochen und das Jahr 2014 ist schon wieder Geschichte. Wie in jedem Jahr stehen auch mit dem Jahreswechsel 2015 wieder eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Richtlinien an. Unter anderem sind Eltern, Arbeitnehmer, Patienten und Hausbesitzer von Neuerungen betroffen. Welche wichtigen Änderungen Verbraucher im neuen Jahr erwarten und was es 2014 noch zu erledigen gilt, erfahren Sie hier im VEXCASH Blog.

Versicherungen

Gesetzesneuerungen in 2015 für die Deutschen?
Auch dieses Jahr stehen Gesetzesneuerungen in 2015 an. Eltern, Arbeitnehmer, Patienten und Hausbesitzer sind betroffen.

Bereits im November haben wir im VEXCASH Blog darauf hingewiesen, dass zum Jahreswechsel 2015 der Garantiezins auf Lebensversicherungen von 1,75% auf 1,25% gesenkt wird. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass Verbraucher, die eine Lebensversicherung abschließen wollen, dies noch in diesem Jahr tun sollten, um sich den höheren Zinssatz zu sichern.

Aber nicht nur bei Lebensversicherungen ergeben sich Veränderungen. Auch im Bereich der gesetzlichen Pflegepflichtversicherungen gibt es Neues zum Jahreswechsel 2015. So werden deren Leistungen für Pflegebedürftige durch das zum 1.1.2015 in Kraft tretende Pflegestärkungsgesetz ausgeweitet. Künftig können Tages- und Nachtpflege wie Sach- und Geldleistungen in vollem Umfang beansprucht werden. So können ab Jahreswechsel 2015 für körperlich beeinträchtigte Pflegebedürftige bis zu 208€ im Monat als Betreuungsbetrag bezogen werden. Für den Fall, dass die Wohnung behindertengerecht umgebaut werden muss, gibt es dann 4.000€, statt bisher 2.557€ an Zuschuss. Außerdem gibt es eine Erstattung für verbrauchte Hilfsmittel bis zur Höhe von 40€ im Monat.

Um die entstehenden Mehrkosten durch die Reform zu finanzieren, werden die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,3% angehoben. Demzufolge werden bei Eltern künftig 2,35% und bei Kinderlosen 2,6% berechnet, von denen – außer in Sachsen – die Hälfte vom Arbeitgeber übernommen werden.

Veränderung bei den Krankenkassenbeiträgen zum Jahreswechsel 2015

Ab Januar 2015 wird der gesetzliche Beitragssatz zur Krankenversicherung um 0,9 Prozentpunkte von 15,5% auf 14,6% des Bruttoeinkommens gesenkt. Damit zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig jeweils 7,3%. Theoretisch bedeutet dies eine deutliche Einsparung für beide Parteien. Allerdings dürfen die Krankenkassen künftig ab dem Jahreswechsel 2015 einen einkommensabhängigen prozentualen Zusatzbeitrag verlangen, der allein von den Versicherten zu zahlen ist. Da allgemein erwartet wird, dass die meisten Kassen den Zusatzbeitrag auf 0,9% festsetzen werden, bedeutet dies für viele Versicherte sogar steigende Beiträge. Je nach Finanzsituation der Kassen kann die Zusatzprämie aber auch höher oder niedriger ausfallen. Die genauen Zahlen der erhobenen Zusatzbeiträge werden Versicherte wohl erst zum 31.12.2014 erfahren, denn die Kassen müssen ihre Beitragszahler erst bis vier Wochen vor Ende des ersten Monats informieren.

Elterngeld Plus – neue Regeln beim Elterngeld

Am 1.1.2015 wird die Elterngeldreform wirksam. Dadurch werden im Wesentlichen die Wahlmöglichkeiten von Eltern erweitert, wie sie ihr Kind in den ersten Lebensjahren betreuen möchten. Dabei werden Eltern, die sich für einen schnellen Wiedereinstieg entscheiden, finanziell gefördert. Darüber hinaus ermöglicht das neue Elterngeld Plus einen längeren Bezug der staatlichen Förderung, wenn sich beide Elternteile neben der Arbeit die Erziehungszeit teilen.

Rentenbeiträge, Hartz IV, und Mindestlohn

Der Rentenbeitragssatz sinkt nach dem Jahreswechsel 2015 von bisher 18,9% auf 18,7%. Dies ist eine Reaktion auf die hohen Rücklagen der Rentenkassen. Deren Vermögen soll sich Ende 2014 auf ca. 33,5 Milliarden Euro belaufen.
Der Hartz IV Regelsatz wird 2015 ebenfalls angehoben. Für Alleinstehende steigt dieser um 2% von 391€ auf 399€. Auch die Partner in der Bedarfsgemeinschaft erhalten statt 353€ künftig 360€. Darüber hinaus sollen einmalige Zuschüsse häufiger gewährt werden. Dieser Schritt wird unter anderem damit begründet, dass erhöhten Energiekosten und höheren Mobilitätsansprüchen mit der Regelleistung allein nicht in allen Fällen nachgekommen werden kann.

Zum 1. Januar 2015 wird der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50€ pro Stunde eingeführt. Dies entspricht einem monatlichen Mindestbruttolohn von 1.473€ bei einer 40-Stunden-Woche. Für Unter-18-Jährige ohne Berufsabschluss, Azubis und Menschen mit Pflichtpraktika oder Praktika unter drei Monaten gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Auch bei der Arbeitsaufnahme von Langzeitarbeitslosen kann bei ihnen in den ersten sechs Monaten vom Mindestlohn abgewichen werden.

Neben den hier genannten Änderungen erwartet uns aber noch eine ganze Reihe weiterer Neuerungen zum Jahreswechsel 2015. Diese betreffen Autofahrer, Hauseigentümer und natürlich Steuerzahler. Weitere Einzelheiten werden wir deshalb in der nächsten Woche erläutern.

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