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Was ist eine Ratenzahlung?

Bei der Ratenzahlung wir die fällige Gesamtforderung in kleinen Teilbeträgen über einen vereinbarten Zeitraum abgezahlt. So können entweder private Anschaffungen wie Fernseher, Auto oder Waschmaschine über eine Ratenzahlung finanziert werden. Zum anderen können für den geschäftlichen Gebrauch Maschinen und Arbeitsmittel finanziert oder Schulden getilgt werden, um beispielsweise einer Insolvenz vorzubeugen.

Bei einer Ratenzahlung kommen fast immer Zinsen auf die anstehende Summe hinzu. Ausnahmen sind bei Privatkrediten sogenannte Nullprozentfinanzierungen. Dort wird der geliehene Betrag durch die monatliche Laufzeit geteilt und ohne Zusatzkosten zurückgezahlt. Bei Ratenzahlungen für Firmen oder Unternehmen kommen fast ausschließlich immer Zinsen hinzu. Die Höhe der Zinsen hängt von der Laufzeit und der Sache ab, um die es sich bei der Ratenzahlung handelt. Dennoch sollte bei sogenannten Nullprozentfinanzierungen überprüft werden, ob es sich tatsächlich um ein günstiges Angebot handelt.

Ratenzahlung: Funktionsweise

Nahezu alle Unternehmen bieten ihren Kunden die Möglichkeit einer Ratenzahlung an. Wenn es zu einem solchen Kreditgeschäft kommen soll, müssen sowohl Schuldner als auch Gläubiger miteinander einen Vertrag per Unterschrift abschließen. Dadurch bestätigen sie, dass sie mit den genannten Konditionen einverstanden sind. Hierfür wird oftmals eine zusätzliche Einverständniserklärung ausgearbeitet, die von beiden Parteien unterschrieben werden muss.

Insbesondere dann, wenn es um hochwertige und zugleich hochpreisige Produkte geht, ist ein solches Dokument üblich. Eine Anzahlung ist meistens fester Bestandteil im Rahmen dieser vertraglichen Vereinbarungen. Die so genannte Null-Finanzierung genießt erst seit einigen Jahren großen Zuspruch von Unternehmen und Verbrauchern. Hierbei wird seitens des Schuldners auf eine Anzahlung verzichtet. Der Kaufpreis wird also komplett über eine Ratenzahlung beglichen.

Die Laufzeit für einen Ratenkredit hängt sowohl von den finanziellen Möglichkeiten des Käufers sowie von der Kaufsumme einschließlich Zinsen ab. Üblich sind hierbei Laufzeiten zwischen 12 und 18 Monaten. Handelt es sich um ein hochpreisiges Produkt, kann die Laufzeit auf 24 oder 36 Monate erhöht werden. Durch die Verlängerung der Laufzeit steigt der Zinssatz, wodurch sich die gesamte Finanzierungssumme erhöht.

Ratenzahlung: Vor- und Nachteile

Die Risiken bei einer Ratenzahlung sind ungefähr die gleichen, wie bei anderen Kreditformen auch. Bei der Vereinbarung einer Ratenzahlung kommt allerdings hinzu, dass in der Regel deutlich weniger Formalitäten zu erwarten sind. Die Gefahr eines unüberlegten Kaufes ist damit deutlich höher einzuschätzen. Darüber hinaus zeigt die Praxis, dass viele aufgrund des einfachen Zugangs zu einer Ratenzahlung den Überblick verlieren und ihre finanziellen Verhältnisse gefährden. Die Anmeldung einer Privatinsolvenz kommt hierbei keineswegs selten vor.

Eine Zahlung auf Raten macht zum Beispiel dann Sinn, wenn der Käufer zwar über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, diese aber in anderen, derzeit unzugänglichen Anlageformen geparkt sind. Eine sofortige Verwendung des Kapitals ist vor diesem Hintergrund vollkommen ausgeschlossen. Wer eine kurzfristige Anschaffung in Form eines Elektrogeräts tätigen muss, kann von einer Ratenzahlung profitieren. Im Folgenden nun ein zusammengefasster Überblick über die Vor- und Nachteile einer Ratenzahlung:

Nachteile:

  • Verbraucher/Unternehmen überschätzen ihre finanziellen Verhältnisse
  • Die Verführung zu einem Kauf ist groß
  • Eine Ratenzahlung ist immer teurer als der Barkauf
  • Ratenkredit sind meist teurer als andere Kredite

Vorteile:

  • Wichtige Dinge, die sofort benötigt werden, lassen sich bequem nutzen und erst später bezahlen.
  • Leichter Kauf ohne große Hürden wie bei anderen Darlehensformen

Unterschiede zwischen Ratenzahlung und Annuitätendarlehen

Im direkten Vergleich zu einer Ratenzahlung zeichnet sich das Annuitätendarlehen durch eine konstant bleibende Tilgungssumme über die gesamte Laufzeit aus. Insbesondere bei großen Werten, wie zum Beispiel beim Kauf eines Autos oder einer Immobilie, genießt das Annuitätendarlehen große Beliebtheit. Die monatlich zu entrichtende Rate ergibt sich auf einem Tilgungs- sowie Zinsanteil. Der Zinsanteil berechnet sich hierbei grundsätzlich aus der Restschuld des Darlehens. Wegen der gleichbleibenden Monatsrate bleibt der Zins konstant. Nur die Gewichtung zwischen Zins- und Tilgungsanteil unterliegt Schwankungen, die für die Kreditnehmer kaum spürbar sind.

Die Ratenzahlung ist von einer kontinuierlich sinkenden Monatsrate aufgrund der Kredittilgung geprägt. Bei einem Ratenkredit werden der Kreditbetrag sowie alle anfallenden Nebenkosten (Bearbeitungsgebühren, Zinsen etc.) über eine vereinbarte Laufzeit verteilt und Schritt für Schritt abbezahlt. Im Gegensatz zum Annuitätendarlehen ist die Tilgung jederzeit linear. Daraus resultiert auf die gleichbleibende Tilgungssumme ein entsprechender Zinsanteil, weshalb die Ratenzahlung zu Beginn hoch ausfällt.

Die Rolle des Anlagevermögens

Anlagevermögen bindet Kapital über einen langen Zeitraum hinweg. Buchungen haben deshalb eine langfristige Auswirkung auf die Gestaltung der Bilanz. Die buchhalterische Behandlung von Vermögen dieser Art sollten immer mit Blick auf jeweiligen Finanzkennziffern Berücksichtigung finden. Bei einer Ratenzahlung (Fremdfinanzierung) verlängert sich die Bilanz in Form der Buchungen im Anlagevermögen sowie in den Verbindlichkeiten. Hieraus entsteht als eine Verschlechterung der Kennzahlen, welche in Bezug zur Bilanzsumme stehen. Davon könnte beispielsweise die Eigenkapitalquote betroffen sein.

Alle zu aktivierenden Vermögensgegenstände im Anlagevermögen müssen durch einen Wert belegt werden können. Die hierfür vorgeschriebene Vorgehensweise ist gesetzlich exakt geregelt. Möglichkeiten der Beeinflussung gibt es unter anderem bei eventuell notwendigen Schulungen oder durch andere Nebenleistungen.

Ratenzahlung: Alternativen

Nicht immer muss eine Zahlung auf Raten die beste Möglichkeit sein, um eine notwendige Anschaffung zu tätigen. Mittlerweile gibt es zur Ratenzahlung einige interessante Alternativen.

Zahlreiche Händler bieten ihren Kunden sogenannte Ballonfinanzierungen bzw. endfällige Darlehen an. Auch hier vereinbaren die beiden Vertragsparteien eine Ratenzahlung, welche jedoch nicht der vollständigen Tilgung entspricht. Erst am Ende der festgelegten Laufzeit wird der Restbetrag fällig. Bei einer Ballonfinanzierung ist es zudem üblich, dass der Schuldner eine Anzahlung leistet.

Bei Banken können Verbraucher oder Unternehmen einen Rahmenkredit ansprechen. Dabei wird ein Kreditvertrag mit einem bestimmten Kreditrahmen abgeschlossen. Kreditnehmer entscheiden selbst, wann und in welcher Höhe sie Kapital beanspruchen. Lediglich die Zinsen für das in Anspruch genommene Kapital sind monatlich fällig. Im Vergleich zum Dispositionskredit ist ein Rahmenkredit aufgrund der niedrigeren Zinsen günstiger und wird oftmals von Verbraucherschützern als die bessere Variante empfohlen.

Wer auf lange Laufzeiten verzichten möchte und eine überschaubare Finanzierungssumme benötigt, sollte sich mit einem Kleinkredit befassen. Mit einem maximal verfügbaren Kreditbetrag in Höhe von 3.000 Euro und einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ist dieses Finanzierungsmodell wesentlich überschaubarer als andere Kreditformen. Darüber hinaus unterstützt der Minikredit weiterhin ein hohes Maß an Flexibilität im Rahmen der persönlichen Lebens- und Finanzsituation des Kunden.

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