Wer seine Kreditkartenabrechnung im Blick hat, kennt die Kosten und weiß sich vor einem Betrug zu schützen.
Redaktion IV

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Karten unterscheiden sich nicht nur im Erscheinungsbild und in Zusatzleistungen. Auch bei der Kreditkartenabrechnung gibt es Unterschiede. Sie sind dafür verantwortlich, wann und in welcher Form Belastungen auf dem eigenen Konto stattfinden. Im Folgenden geht es um … Weiterlesen

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Karten unterscheiden sich nicht nur im Erscheinungsbild und in Zusatzleistungen. Auch bei der Kreditkartenabrechnung gibt es Unterschiede. Sie sind dafür verantwortlich, wann und in welcher Form Belastungen auf dem eigenen Konto stattfinden. Im Folgenden geht es um die Durchführung der Abrechnung. Auch verschiedene Abrechnungsaspekte im Zusammenhang mit Kartenverfügungen und Kartenbesitz werden in diesem Ratgeber ausführlich erläutert.

Abrechnungsformen

Was beinhaltet der Kontoauszug des Kreditkartenkontos?

Bei jeder Kreditkarte besteht ein eigenes Kartenkonto. Hier findet in regelmäßigen Abständen eine Abrechnung statt. Darauf sieht der Karteninhaber die Umsätze, Belastungen und Gutschriften.

Der Aufbau des Kontoauszugs ist einfach:

  • Im oberen Bereich der Abrechnung erscheint der Saldovortrag – der Kartensaldo des Vormonats. Er beträgt Null, sofern in der vorherigen Abrechnungsperiode ein Kontoausgleich per Lastschrifteinzug oder eine Überweisung erfolgte.
  • Darunter sind die einzelnen Kartenumsätze im Abrechnungszeitraum aufgeführt. Zu den üblichen Angaben gehören: Buchungsdatum, Buchungsadresse und Buchungsort. Darüber hinaus sind bei Fremdwährungs-Umsätzen der Währungsbetrag und Wechselkurs zu sehen. Ferner ist das Datum der Verfügung und der Verfügungsbetrag in Euro ausgewiesen.
  • Gebühren und Sollzinsen sind als weitere Einzelposten erfasst.
  • Erfolgte Lastschrifteinzüge oder Überweisungen finden sich am Ende.
  • Aus den Einzelbuchungen ergibt sich der neue Kartensaldo.

Die Kreditkartenabrechnung wird in der Regel per E-Mail versandt und ist online einsehbar. Das postalische Zusenden bildet inzwischen die Ausnahme. Der übliche Abrechnungs-Rhythmus beträgt einen Monat. Je nach Kreditkartentyp hat die Abrechnung verschiedene Konsequenzen.

Wer seine Kreditkartenabrechnung im Blick hat, kennt die Kosten und weiß sich vor einem Betrug zu schützen.

Wer seine Kreditkartenabrechnung im Blick hat, kennt die Kosten und weiß sich vor einem Betrug zu schützen.

Welche sind die gängigen Kreditkartentypen?

Bei den Kreditkarten sind Charge Cards, Revolving Cards, Debit Karten und Prepaid Karten zu unterscheiden.

  • Charge Cards zählen zu den klassischsten Kreditkarten-Varianten. Der Karteninhaber erhält bei diesen Karten über den ganzen Abrechnungszeitraum einen zinslosen Kredit. Der Karteninhaber darf bis zum eingeräumten Kreditlimit darüber verfügen. Mit der monatlichen Abrechnung wird der aufgelaufene Saldo ausgeglichen. Dies geschieht durch den Lastschrifteinzug vom Girokonto. Der Kredit wird dadurch automatisch alle vier Wochen getilgt. Charge Cards sind neben Revolving Cards die meistgenutzten Kreditkarten in Deutschland.
  • Revolving Cards stellen eine besondere Variante von Charge Cards dar. Der Karteninhaber hat die Wahl: Er kann einen aufgelaufenen Kredit am Ende der Abrechnungsperiode auf einmal tilgen. Ebenso ist Tilgung in Raten möglich. In der Regel sind bestimmte Mindestraten vorgeschrieben. Bei Revolving Cards und Charge Cards ist die Abrechnung der Kreditkarte mehr als eine Umsatzübersicht oder ein Kontoauszug. Sie dient als tatsächliche Rechnung, die per Tilgung oder Ratenzahlung durch Überweisung vom Girokonto auf das Kartenkonto erfolgt. Bei Ratenzahlung fallen für den nicht getilgten Kartensaldo Zinsen an. Diese sind in der Regel recht hoch. Die Zinssätze entsprechen mindestens den Dispozinsen.
  • Debit Kreditkarten sind in Deutschland unüblich. In einigen Ländern sind sie ein beliebtes Kredikartenmodell ohne eigenes Kartenkonto. Umsätze werden zeitnah direkt auf einem Referenzkonto belastet. Das ist meist das Girokonto. Der Zeitabstand zwischen Verfügung und Abbuchung beträgt ein bis zwei Tage. Die Abrechnung dient der Transparenz.
  • Prepaid Karten sind Kreditkarten, die ausschließlich auf Guthabenbasis funktionieren. Der Karteninhaber lädt das Kartenkonto per Überweisung auf und kann anschließend über diesen Rahmen verfügen. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist eine erneutes Aufladen erforderlich. Nur dann kann die Karte weiter genutzt werden. Die Kreditkartenabrechnung ist primär als Übersicht gedacht.

Welche Kreditkarten sind für bestimmte Personen zu empfehlen?

Klassische Kreditkarten erfreuen sich aufgrund des zinslosen Kredits großer Beliebtheit. Um eine Karte zu erhalten, ist Bonität vorzuweisen. Eine Kreditkarte hat auf den SCHUFA-Score einen spezifischen Einfluss, welcher im jeweiligen Fall zu berücksichtigen ist. Dabei gelten die gleichen Anforderungen wie bei einem üblichen Kredit. Geregeltes Einkommen und geordnete finanzielle Verhältnisse sind Mindestbedingungen. Wer damit Probleme hat, sollte eine Prepaid Karte in Erwägung ziehen. Dieses Modell empfiehlt sich für Schüler, Praktikanten oder Studenten. Für Studenten gelten außerdem besondere Regeln hinsichtlich finanzieller Entlastung, die beispielsweise in der Steuererklärung zum Tragen kommen.

Die Revolving Card bietet den Vorteil, dass sich die Kredittilgung strecken lässt. Der Karteninhaber gewinnt dadurch zeitlich befristete Spielräume bei seiner Liquidität. Wem Zahlungsdisziplin schwer fällt, sollte diese Karte für sich kritisch prüfen. Denn der Liquiditätsvorteil ist nicht billig.

Das Guthaben auf dem Kartenkonto

Wann und wie wird das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto verrechnet?

Grundsätzlich kann ein Kartenkonto im Guthaben geführt werden. Bei Prepaid-Karten ist das Standard, aber auch bei Charge-Cards ist das möglich. Ein Guthaben entsteht durch Überweisungen vom Girokonto über den Ausgleich des Kartensaldos hinaus. Durch das Guthaben erweitert sich der Verfügungsrahmen mit der Karte automatisch um den Guthabenbetrag. Das bietet sich für Karteninhaber an, die längere Zeit verreisen und dabei stets liquide bleiben wollen. Soll mit der Karte über das Kreditlimit hinaus verfügt werden, muss zuvor ein ausreichendes Guthaben vorhanden sein. Dann lässt sich auch eine größere Anschaffung oder ein Autokauf mit der Kreditkarte finanzieren.

Wie hoch sind die Zinssätze für Kreditkartenkonten?

Einige Kartenanbieter zahlen Zinsen für das Guthaben. Allzu üppige Erträge sind damit nicht zu erwirtschaften. Üblicherweise bewegen sich die Zinssätze nicht sehr weit vom Nullpunkt entfernt. Im günstigsten Fall kommt das Kreditkartenkonto einem Tagesgeldkonto nahe. Somit bietet das Kreditkartenkonto den Vorteil, das Geld verzinst auf dem Girokonto anzulegen.

Umsätze im Ausland

Was ist bei der Kreditkartenabrechnung im Ausland zu beachten?

Von großer Relevanz sind die Gebühren beim Einsatz in Ausland. Abgesehen vom Barabhebungen am Automaten oder Schalter, ist der Karteneinsatz im Inland weitgehend kostenlos. Das gilt sowohl bei Einkäufen im Einzelhandel als auch beim Internet-Shopping. Im Ausland sieht das anders aus. Die Gebührenmodelle sind dabei nahezu so zahlreich wie die kartenausgebenden Banken. Jede Bank legt die Kartengebühren selbst fest – zumindest bei VISA-Karten und der Mastercard. Wer beispielsweise ein Auslandsjahr plant, sollte die Wahl der passenden Kreditkarte wohlüberlegt treffen.

Hier ein Überblick:

  • Bezahlen mit der Karte im europäischen Wirtschaftsraum ist im Allgemeinen kostenlos. Bei Bargeldabhebungen im Euro-Raum fallen üblicherweise die gleichen Gebühren an wie im Inland.
  • Bei Karteneinsatz außerhalb des Euro-Raums verlangen viele Banken ein Auslandseinsatzentgelt. Es wird sowohl beim Bezahlen als auch bei Barabhebungen fällig. Zu den Abhebungsgebühren fallen zusätzliche Gebühren an. Das Auslandseinsatzentgelt bewegt sich in einer Größenordnung von 1,00 bis 2,00 Prozent des Kartenumsatzes. In einigen Fällen ist außerdem eine Gebühr für die Währungsumrechnung zu zahlen.
  • Das Internet-Shopping gestaltet sich etwas komplexer: Hat der Internet-Händler seinen Sitz im Nicht-Euro-Ausland, wird ein Online-Kauf in der Regel so behandelt wie die Bezahlung mit der Karte im Ausland. Dann fällt ebenfalls Auslandseinsatzentgelt an und gegebenenfalls eine Währungsumrechnungsgebühr. Das gilt auch, wenn der Kauf mit der Karte aus dem Inland erfolgte.

Rechte und Pflichten des Verbrauchers

Kreditkartenabrechnung – Maßnahmen im Falle eines Betrugs

Die Kreditkartenabrechnung ist mehr als eine reine Umsatzinformation. Sie ist ein Sicherheitsinstrument, das gegen Kreditkartenbetrug und Fehlbuchungen hilft. Erst mit dem Blick auf die Abrechnung, lässt sich oft ein Kartenmissbrauch feststellen. Aus diesem Grund sollte die Abrechnung regelmäßig kontrolliert werden.

Unbekannte Umsätze oder Adressen auf der Abrechnung sollte der Karteninhaber zeitnah reklamieren – telefonisch und schriftlich. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken lassen dafür durchschnittlich sechs bis acht Wochen Zeit. Die Buchung lässt sich im Rahmen einer Rücklastschrift folglich rückgängig machen. Falsche Buchungen sind selten und nicht immer eine Folge von Kreditkartenbetrug. Gelegentlich kommen Doppel-Buchungen vor, Beträge stimmen nicht, die Buchungsadresse ist inkorrekt oder es erfolgte eine Buchung, aber keine Leistung. Der Fehler liegt meist beim Händler oder Dienstleister. In diesen Fällen sind ein Widerspruch und eine Rückbuchung möglich. Bei Betrugsverdacht ist sofortige Kartensperrung angezeigt, ebenso bei Kartenverlust oder Kartendiebstahl.

Kreditkartenabrechnungen spielen in folgenden Fällen außerdem eine Rolle:

  • Firmen rechnen Firmenkreditkarten oft über Privatkonten ihrer Mitarbeiter ab. Diese sind dadurch motiviert, Belege im Zusammenhang mit Reisekosten schneller einzureichen, um das eigene Konto nicht zu belasten.
  • Bei Umtausch oder Rückgabe von gekauften Waren kann die Kartenabrechnung als Nachweis des Kaufs dienen. Anstatt der Bar-Rückerstattung erfolgt häufig eine Gutschrift auf dem Kartenkonto. Sie erscheint auf der nächsten Abrechnung.
  • Bei Selbständigen und Firmen mit Vorsteuerabzugsberechnung können sich bei Kreditkartenabrechnungen Angrenzungsfragen ergeben. Das ist der Fall, wenn Kaufdatum und Buchungsdatum in unterschiedliche Zeiträume für die Umsatzsteuer-Voranmeldung fallen.

Kreditkartenabrechnung bezahlen

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Rechnung der Kreditkarte

Kann die Kreditkartenabrechnung nicht über das Girokonto bezahlt werden, ist es möglich, die Rechnung der Kreditkarte über einen Kredit auszugleichen. Der Vexcash-Rechner hilft bei der Berechnung und Verfügbarkeit des Kurzzeitkredits.

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Wer einen Kreditantrag ohne negative SCHUFA-Auswirkung stellen möchte, hat einige Hinweise zu beachten.
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Einen Kredit nehmen Verbraucher aus verschiedenen Gründen auf. Sie finanzieren damit ihr Studium, eine Reise oder schulden um. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass eine Kreditanfrage sich auf die eigene Bonität und Schufa auswirken kann. Erfahren Sie jetzt, auf … Weiterlesen

Einen Kredit nehmen Verbraucher aus verschiedenen Gründen auf. Sie finanzieren damit ihr Studium, eine Reise oder schulden um. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass eine Kreditanfrage sich auf die eigene Bonität und Schufa auswirken kann. Erfahren Sie jetzt, auf was bei einer Kreditanfrage geachtet werden muss, damit diese schufaneutral durchgeführt wird.

In 2016 kam es in der Bundesrepublik Deutschland zum Abschluss von 7,67 Millionen neuen Ratenkrediten. Was definiert eine Kreditanfrage? Wie stellen Sie eine Kreditanfrage ohne negative SCHUFA-Auswirkung? Stellt die Kreditkonditionenanfrage eine gute Alternative dar, um eine stabile Bonität zu gewährleisten? Diese und weitere Fragen beantwortet Ihnen der folgende Beitrag.

Kreditanfrage: Definition und Unterschied zum Kreditantrag

Viele Begriffe, eine Lösung – Die Kreditkonditionenanfrage

Wer auf der Suche nach einem passenden Kredit ist, trifft auf viele verschiedene Begrifflichkeiten. Das kann rasch zur Verwirrung des Kunden führen.

Insgesamt gilt es, drei Begriffe zu unterscheiden.

Zwei Anfragen führen zu einem Ziel
Die Kreditkonditionenanfrage und die Kreditanfrage dienen dazu, die Konditionen eines Kredits zu erfragen, um das Ziel des Kreditantrags zu erreichen.

Bevor die Bank einen Kredit bewilligt, erfragt das Kreditinstitut bei der Schufa die Bonität des Verbrauchers. Die sogenannte „Anfrage Kredit“ – kurz AK – führt zu einem erhöhten Scorewert, wenn bei mehreren Banken nach den Konditionen gefragt wird. Geben die Banken diese als AK an die Schufa weiter, besteht der Verdacht, dass mehrere Kredite beantragt werden. Die Schutzgemeinschaft geht infolgedessen von schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers aus. Das führt dazu, dass die Kreditvergabe an der Kreditanfrage scheitert. Stellen die Banken eine Kreditkonditionenanfrage (KK) nimmt diese keinen Einfluss auf die Schufa.

Stellen Sie eine Kreditkonditionenanfrage
Möchte der Kunde Informationen zu den Konditionen von Krediten beschaffen ohne einen negativen Scorewert in der Schufa-Akte auszulösen, ist eine Kreditkonditionenanfrage zu stellen. Übermittelt der Bankberater die Konditionenanfrage an die Schufa, hat dies keinen Einfluss auf den Scorewert des Kunden. Diesem Prinzip folgt auch Vexcash. Möchte der Kunde einen Kredit bei Vexcash aufnehmen, erfolgt die Prüfung über eine Kreditkonditionenanfrage.

Zwischen der Kreditanfrage und dem Kreditantrag besteht ein gravierender Unterschied. Erstere stellt die Bank an die Auskunftei. Hierbei handelt es sich um eine Kontrolle der wirtschaftlichen Situation. Bei einem Antrag auf einen Kredit ist das Kreditinstitut zu beauftragen, um den Kreditprozess in Gang zu setzen. Während diesem prüft die Kreditsachbearbeitung der Hausbank die Kreditwürdigkeit. Im Zuge dieses Prozesses erfolgt unter Umständen die Kreditanfrage.

Plausibilisiert die Bank den Kreditantrag aufgrund der Kontodaten, stellt sie beispielsweise die Konditionenanfrage an die Auskunftei. Durch diese Konditionsanfrage ist kein negativer Schufa-Eintrag zu befürchten.

Wer einen Kreditantrag ohne negative SCHUFA-Auswirkung stellen möchte, hat einige Hinweise zu beachten.

Wer einen Kreditantrag ohne negative SCHUFA-Auswirkung stellen möchte, hat einige Hinweise zu beachten.

Kreditanfrage ohne negative SCHUFA-Auswirkung – Die Lösungen

Bedeutung und Vorteile der Kreditkonditionenanfrage für eine Kreditanfrage ohne negative Schufa-Auswirkung

Stellen Bankkunden eine Darlehensanfrage an eine deutsche Bank, leitet das Kreditinstitut den Finanzierungswunsch an die Schufa weiter. Bei ausreichender Bonität des Antragstellers kommt das schufaneutrale Merkmal „Anfrage Kreditkonditionen“ zum Einsatz. Dieses bezeichnet unverbindliche Informationen über die aktuellen Finanzierungskonditionen der Kreditinstitute.

Der Prozess bringt für den Bankkunden keine negativen Konsequenzen, da er sich nach den möglichen Kreditkonditionen – beispielsweise für einen Ratenkredit – erkundigt. In dessen Folge wendet sich das Geldhaus mit der Konditionenanfrage an die Auskunftei, wenn es die Darlehensanfrage positiv beantwortet.

Hinweis
Stellt der Kunde die Konditionsanfrage, sollten die verschiedenen Konditionen mehrerer Banken verglichen werden. Sendet die Hausbank die Anfrage an die Schufa, bleibt sie zwölf Monate in der Schufa-Akte gespeichert. Wer kreditwürdiger werden möchte, kann spezifische Schufa-Einträge löschen lassen. Andere Vertragspartner der Auskunftei – beispielsweise weitere Banken oder Sparkassen – sehen die Konditionenanfrage in der Akte nicht. Auf die Kreditwürdigkeit nimmt es daher keinen Einfluss.

Wie unterscheidet sich die Konditionenanfrage von der Kreditanfrage?

Ebenso wie die Kreditkonditionenanfrage speichert die Schufa die Kreditanfrage für ein Jahr in Ihrer Akte. Ein Unterschied besteht in der Veröffentlichung der Informationen. Andere Vertragspartner der Auskunftei sehen das Merkmal über einen Zeitraum von zehn Tagen ein. Stellt der Kreditinteressent bei mehreren Banken eine Kreditanfrage, sorgen die Einträge für eine schlechtere Kreditwürdigkeit. In der Folge lehnt die Bank, bei der der Darlehensantrag eingeht, das Anliegen aufgrund der vermeintlich negativen Bonität ab.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Verbindlichkeit. Die Konditionenanfrage besitzt einen reinen Informationscharakter. Vorerst werden keine Unterlagen eingereicht. Erst nach dem Kreditvergleich folgt die verbindliche Kreditanfrage.

Ablauf der Kreditkonditionenanfrage

Wie erfolgt die Konditionenanfrage bei der Schufa?

Um die Kreditkonditionen bei der Hausbank zu erfahren, ist es ratsam, Kontakt zu einem Bankberater aufzunehmen. Alternativ ist ein entsprechendes Online-Formular auszufüllen.

Konditionsanfrage oder Kreditanfrage – Was ist besser für den Verbraucher?

Während des persönlichen Gesprächs sollte explizit darauf hingewiesen werden, dass unverbindliche Informationen gewünscht werden. Sonst besteht das Risiko, dass versehentlich eine verbindliche Kreditanfrage gestellt wird.

Sobald der Verbraucher den Wunsch nach der Konditionenanfrage äußert, wird ein Anfrageprozess in Gang gesetzt:

  • Zunächst prüft die Hausbank die Lohn- und Gehaltsabrechnung, um anhand des Einkommens die möglichen Angebote aufzubereiten. Fremde Anbieter und Banken kontrollieren beispielsweise die Kontoauszüge.
  • Anschließend erfolgt eine Bonitätsabfrage bei der Schufa. Zu dem Zweck sendet das Kreditinstitut die persönlichen Daten des Kunden – Name und Geburtsdatum – an die Auskunftei.
  • Innerhalb kurzer Zeit überprüft die Schufa anhand der Daten die Kontoverbindungen sowie laufende Kreditvereinbarungen.
  • Diese Schufa-Auskunft sendet die Auskunftei mit dem ermittelten Score-Wert an die Hausbank.
  • Anhand des Wertes entscheidet diese über den Kreditzins und formuliert ein unverbindliches Angebot.

Der Anfrageprozess kann problemlos bei mehreren Kreditinstituten wiederholt werden, um die Kreditkonditionen miteinander zu vergleichen.

Tipps und Tricks für die Kreditkonditionenanfrage

Was ist bei der Kreditkonditionenanfrage zu beachten?

Interessiert sich der Kunde für einen Preisvergleich der Kreditangebote, sollten die Informationen über das übliche Verfahren der Bank beschafft werden. Einige Kreditinstitute stellen automatisch eine Kreditanfrage. Um zu vermeiden, dass sich das Anliegen negativ auf die Bonität auswirkt, sollte der Konditionenvergleich gefordert werden. Bevor die Haus- oder Fremdbank die Anfrage weiterleitet, informiert sie sich über die gewünschte Höhe des Kredits.

Oft fragt sie nach dem Grund für die Kreditaufnahme. Vor der Konditionenanfrage sollten Kunden den Kreditsachbearbeiter über laufende Kredite informieren. Bei Fremdbanken empfiehlt es sich, die Gehalts- und Lohnabrechnungen des letzten Quartals vorzulegen. Legt die Bank dem Kunden nach der Anfrage die Kreditkonditionen vor, sollte der Kunde nicht zwingend auf das erste Angebot eingehen.

Tipp
Es sollten mehrere Kreditinstitute aufgesucht werden. So profitiert der Kreditnehmer von einem Konditionenvergleich. Der Kunde sollte die angebotenen Zinssätze in Anbetracht der verfügbaren finanziellen Mittel vergleichen: Wie lange läuft der Kredit? Wie hoch erweisen sich die Zinsen? Lohnt sich eine monatliche oder eine Ballon-Rückzahlung?

 

Kreditanbieter im Netz

Bei Banken setzen sich die Kosten für einen Kredit aus mehreren Einzelpositionen zusammen. Neben dem nominalen Kreditzins spielen die Bearbeitungs- und Auszahlungsgebühren eine Rolle. Die Gebühren erweisen sich als Pauschalbeträge, die den Bearbeitungsaufwand unabhängig von der Kredithöhe ausgleichen. Mit ihnen finanzieren die Banken beispielsweise den Unterhalt der Filialen.

Im Gegensatz zu vielen Banken und anderen Online-Krediten, erhebt VEXCASH keine Gebühren für die normale Bearbeitung und Auszahlung.

Dafür kann beispielsweise der unkomplizierte VEXCASH-Kreditrechner genutzt werden. Dieser eignet sich vorrangig, um kleine Kreditbeträge zu vergleichen. Der Kunde gibt die gewünschte Kreditsumme sowie die Laufzeit an. Das Programm errechnet automatisch die Rückzahlung, gibt Sollzinsen sowie den effektiven Jahreszins an. Der Gesetzgeber schreibt dessen Angabe bei jedem Kreditangebot vor. Um die Angebote zu beurteilen, benötigt der Kunde keine wirtschaftlichen Fachkenntnisse. Wer sofort  einen Kredit beantragen möchte, kann dies in wenigen Schritten online machen.

Der Informationsaustausch von Bank und Schufa

Kreditanfrage ohne negative Schufa-Auswirkung: Wie arbeiten Banken mit SCHUFA zusammen?

Stellt der Kunde eine Darlehensanfrage, schickt die Bank eine Kreditanfrage an die Schufa. Beide Institutionen arbeiten zusammen. Das Kreditinstitut erweist sich als Vertragspartner der Schufa Holding AG. Beide Unternehmen sorgen nach der Basel-Regelung für möglichst wenige Kreditausfälle. Teilweise übergeben die Banken anderen Wirtschaftsauskunfteien diese Verantwortung.

Hinweis

Die Schufa speichert Kredit- und Bonitätsdaten der Bankkunden. Auf Grundlage dieser Daten erstellen die Kreditinstitute individuelle Kreditangebote. Personen mit einem schlechten Score drohen hohe Kreditkonditionen oder die Kreditablehnung.

Inwiefern beeinflusst die Schufa-Anfrage Ihren Score-Wert?

Übermittelt die Bank eine Kreditanfrage an die Schufa, speichert diese sie ab. Bis zu zehn Tage nach dem Prozess sehen andere Vertragspartner der Auskunftei den Vermerk in der Akte. Stellt der Kunde innerhalb eines Jahres eine weitere Kreditanfrage, sinkt unter Umständen die Bonität. Dafür existiert ein plausibler Grund. Vermerkt die Schufa in kurzer Zeit mehrere Kreditanfragen des Kunden, benötigt dieser dringend eine Kreditierung. Schufa und Kreditinstitut vermuten daher eine schlechte finanzielle Situation. Befürchtet die Bank die ausfallende Rückzahlung der Kreditsumme, lehnt sie Ihre Darlehensanfrage ab. Außerdem haben einige Personengruppen, wie etwa alleinerziehende Mütter, in einigen Fällen erschwerte Bedingungen, einen Kredit zu erhalten.

Die Mehrzahl der Kreditinstitute verliert Verbraucher, die einzig Konditionen vergleichen, aus den Augen. Interessiert sich der Kunde für den Vergleich von Kreditkonditionen, sollte auf die Kreditanfrage verzichtet werden. Neben den gängigen Verfahren, die Kredite anhand der Konditionenanfrage zu vergleichen, sollte darauf geachtet werden, den Schufa-Score im Blick zu haben und diesen kontinuierlich zu verbessern.

*Weitere Quellen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70156/umfrage/abgeschlossene–kreditvertraege-in-deutschland/ (letzter Zugriff: 09.11.2017)].

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Wer Opfer eines Kreditkartenbetrugs wurde, sollte die Tipps für die zu ergreifenden Maßnahmen beachten.
Redaktion IV

Kreditkarten sind bei uns beliebt. In Deutschland sind rund 34 Millionen Karten im Umlauf. Damit besitzt rechnerisch mehr als jeder zweite erwachsene Bundesbürger eine Kreditkarte. Ob auf Reisen, bei Einkäufen, Dienstleistungen oder als Zahlungsart im E-Commerce wie dem Internet-Shopping – … Weiterlesen

Kreditkarten sind bei uns beliebt. In Deutschland sind rund 34 Millionen Karten im Umlauf. Damit besitzt rechnerisch mehr als jeder zweite erwachsene Bundesbürger eine Kreditkarte. Ob auf Reisen, bei Einkäufen, Dienstleistungen oder als Zahlungsart im E-Commerce wie dem Internet-Shopping – die Karten machen einfaches und bequemes Zahlen möglich. Dank der monatlichen Abrechnung findet eine Belastung auf dem Girokonto nicht sofort statt, sondern erst mit Zeitverzug. Dieser kostenlose Kredit ist für viele ein großer Vorteil.

Leider hat die Kartennutzung auch Schattenseiten. Eine davon ist die Gefahr des Kreditkartenbetrugs – eine Straftat, bei der in schweren Fällen bis zu zehn Jahre Gefängnis drohen. Immerhin gibt es eine positive Nachricht: Kreditkartenbetrug kommt nicht allzu häufig vor. 2016 gab es in Deutschland knapp 2.000 Opfer von Kreditkartenmissbrauch. Zum Vergleich: 2010 waren doppelt so viele Vorkommnisse festzustellen. Tatsächlich sind Kartenbesitzer dem Betrug nicht hilflos ausgeliefert. Mit dem richtigen Wissen und etwas Aufmerksamkeit lässt sich wirksam vorbeugen. Darum soll es im folgenden Ratgeber gehen.

Formen des Kreditkartenbetrugs

Wie funktioniert der Kreditkartenbetrug?

Die Mittel des Kreditkartenbetrugs sind so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten der Karten selbst. Betrügern geht es immer darum, in den Besitz der Kartendaten zu gelangen. Diese sollen zum finanziellen Schaden der Karteninhaber oder von Händlern ihren Einsatz finden. Das geschieht über Karten-Dubletten – also nachgemachte Kreditkarten – oder partiell über den Einsatz der Original-Karten. Bei Internet-Transaktionen genügen die Daten des Kreditkartenbesitzers. Hier finden sich die typischen Tricks zur Datenerschleichung im Überblick.

  • Pishing-E-Mails oder -SMS: Beim Datenfischen werden gefälschte E-Mails oder SMS versandt. Sie fordern den Empfänger zur Angabe oder Wiederholung der Kartendaten auf. Als vermeintliche Absender nutzen die Betrüger die Namen von kartenausgebenden Banken oder Online-Händlern.
  • Gefälschte Internet-Seiten: Manche Betrüger operieren mit täuschend echten Nachahmungen von Internet-Seiten. Ein beliebtes Ziel sind Online-Shops. Dass es sich um eine Imitation und nicht um das Original handelt, ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Usern, die sich auf solche Seiten verirren, fällt das meist nicht auf. In einigen Fällen werden ganz neue Internet-Seiten mit fiktiven Online-Shops entwickelt. Sie preisen scheinbar besonders attraktive Waren an, obgleich der Verkauf nicht beabsichtigt ist. Das Ziel der Lockangebote besteht darin, beim Einloggen oder bei Bestellungen Kartendaten zu erfahren.
  • Angriffe auf Datenbanken: Hacker verschaffen sich direkten Zugang zu Datenbanken und fremden Computern. Dazu nutzt man Datenlecks oder Sicherheitslücken in den Computer-Systemen. Ziele solcher Angriffe sind Banken, Zahlungsdienste oder Online-Händler mit großen Beständen an Kundendaten. Die Datenbanken enthalten in der Regel Daten von Kreditkarten.
  • E-Mails mit Schadsoftware: Betrüger versenden betrügerische E-Mails mit Datenanhängen. In diesen befindet sich eine spezielle Schadsoftware. Als vermeintliche Absender fungieren wiederum Banken oder Händler. Beim Öffnen der Anhänge installiert sich unbemerkt die Schadsoftware auf dem jeweiligen Computer. Sie erfasst Dateneingaben des Users im Hintergrund und leitet diese anschließend weiter.
  • Manipulation von Lesegeräten: Das Abschöpfen von Kartendaten erfolgt an Geldautomaten oder an Lesegeräten. Letztere finden typischerweise Einsatz im Einzelhandel. Attrappen von Tastenfeldern, unauffällige Zusatz-Lesegeräte und winzige Kameras greifen die Eingabedaten bei Kartentransaktionen ab. Kameras dienen der Erfassung von PIN-Eingaben. In der Regel sind die zusätzlichen Geräte kaum zu erkennen.
  • Kartendiebstahl: Vergleichsweise primitiv ist der klassische Kreditkartenbetrug mit gestohlenen oder verlorenen Kreditkarten. Auch im digitalen Zeitalter ist dies eine gerne genutzte Variante. Hier konzentriert sich die kriminelle Energie darauf, in den Besitz der Original-Karte zu gelangen. Diese wird anschließend missbräuchlich genutzt.

Die technische Weiterentwicklung dürfte auch in Zukunft Möglichkeiten für weitere Betrugsversuche bieten.

Wer Opfer eines Kreditkartenbetrugs wurde, sollte die Tipps für die zu ergreifenden Maßnahmen beachten.

Wer Opfer eines Kreditkartenbetrugs wurde, sollte die Tipps für die zu ergreifenden Maßnahmen beachten.

 

Wie kann sich der Verbraucher vor Kreditkartenbetrug schützen?

Mit folgenden Maßnahmen ist ein Schutz gegen finanzielle Schäden möglich.

  • Karten sicher aufbewahren: Das gehört zu den Basics im Kampf gegen Kreditkartenbetrug. Ein absolutes Tabu ist, Karte und PIN gemeinsam aufzubewahren. Bei Dateneingaben ist stets darauf zu achten, dass kein unbefugter Dritter die Eingabe mitverfolgen kann.
  • Kartenabrechnungen prüfen: Die regelmäßige Kontrolle der Kartenabrechnung ist grundlegende Voraussetzung, um Kreditkartenbetrug zu vermeiden. Nur wer unrechtmäßige Abbuchungen rechtzeitig erkennt, wird wirksam dagegen vorgehen können. Oft buchen Betrüger bewusst Bagatellbeträge ab. Die betrügerischen Abbuchungen gehen vielfach in der großen Masse der Buchungen unter.
  • Besondere Vorsicht beim Internet-Einsatz: Die meisten Betrugsmethoden funktionieren heute elektronisch. Das Internet nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Erfolgen Aufforderungen zur Angabe von Kartendaten, sollten User besonders kritisch hinschauen. Indizien für unseriöse Seiten sind ein fehlendes https:// in der Adresse oder eine Adressbezeichnung, in der der vermeintliche Anbieter nicht mehr auftaucht. Auch bei verdächtig günstigen Offerten sollten Kunden gewarnt sein. Prinzipiell sollten nie mehr Daten als nötig zur Verfügung gestellt werden.
  • E-Mails kritisch prüfen: Aus Gründen des Virenschutzes sollten die Empfänger Dateianhänge von verdächtigen E-Mails niemals öffnen – insbesondere, wenn der Absender unbekannt ist. In diesem Fall sollte die E-Mail unverzüglich gelöscht werden. Bei Mails von vermeintlich bekannten Absendern sind eine unpersönliche Ansprache oder Rechtschreib- und Grammatikfehler Verdachtszeichen.
  • Sofort Karten-Sperrung veranlassen: Bei Kartenverlust, Kartendiebstahl oder Verdacht auf unzulässigen Datenzugriff hilft nur die sofortige Kartensperre. Hierfür steht der kostenlose Sperr-Notruf 116-116 zur Verfügung. Bei Sperren aus dem Ausland ist die Vorwahl 0049 davorzusetzen. Die Nummer 116-116 ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Die Kartenanbieter und die kartenausgebenden Stellen haben darüber hinaus eigene Sperr-Rufnummern.
  • Unverzügliche Reklamation bei der Bank: Nicht nachvollziehbare Buchungen auf der Kreditkartenrechnung sollten Karteinhaber unverzüglich bei der Bank monieren. Die Reklamation ist per Telefon und schriftlich einzureichen. Reklamierte Buchungen lassen sich rückabwickeln. Die Buchung wird dann storniert. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Institute sehen in der Regel Reklamationsfristen von sechs bis acht Wochen vor.

Haftung

Wer haftet im Schadensfall und was sind die Konsequenzen?

Kreditkarteninhaber sind gut gegen finanzielle Schäden durch Kreditkartenbetrug geschützt. Ihre Haftung ist im Normalfall auf maximal 150 Euro beschränkt. Geregelt ist das im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 675v BGB). Das Haftungsrisiko trifft in erster Linie den Kartenaussteller. Im Regelfall haftet die Bank, nicht der Kunde. Dies gilt nur bei ordnungsgemäßem Verhalten des Karteninhabers. Ist das nicht gegeben, gilt die Haftungsbegrenzung nicht mehr. Im schlimmsten Fall kann der Kartenbesitzer in vollem Umfang haftbar sein.

Nicht-ordnungsgemäßes Verhalten bedeutet entweder Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Dass der Kartenbesitzer selbst dem Betrug Vorschub leistet, kommt vor. Vorsätzliches Handeln lässt sich dann vermuten, wenn mit der Karte ungerechtfertigte wirtschaftliche Vorteile erschlichen werden. Schwieriger ist die Frage, wann grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen ist. Fahrlässiges Handeln liegt bei vermeidbaren Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit dem Kartenbesitz vor. Der Unterschied zwischen grober und leichter Fahrlässigkeit ist eine Frage der Interpretation. Aus der Sicht des Kartenausstellers fällt die Antwort strenger aus, aus Sicht des Kartenbesitzers großzügiger.

Um für Eindeutigkeit zu sorgen, definieren viele Allgemeine Geschäftsbedingungen Fälle grober Fahrlässigkeit. Dabei gibt es zwar Nuancen, doch insgesamt zeigt sich ein ähnliches Bild.

Als grob fahrlässig anzusehen ist, wenn

  • Kreditkarte und PIN gemeinsam am selben Ort (Tasche, Portemonnaie) aufbewahrt werden oder die PIN auf der Karte notiert ist
  • Geheimnummern leichtfertig anderen Personen mitgeteilt werden und der Kartenmissbrauch dadurch möglich ist
  • Aufbewahrungsgegenstände für Karten unbeaufsichtigt sind. Das kann ein Portemonnaie im geparkten Auto oder eine abgestellte Tasche im Zugabteil mit Zugang für Dritte sein
  • Nach Kartenverlust, Diebstahl oder Missbrauch nicht unverzüglich die Kartensperrung erfolgt. Was unverzüglich bedeutet, ist interpretationsfähig. Wer mit der Sperre Tage oder Wochen wartet, handelt nicht unverzüglich.

Einspruch

Wer ist bei Kreditkartenbetrug in der Nachweispflicht?

Grundsätzlich ist die kartenausgebende Stelle sowohl bei Vorsatz als auch bei grober Fahrlässigkeit in der Nachweispflicht, um den Karteninhaber stärker in die Haftung nehmen zu können. Rechtliche Auseinandersetzungen sind oft vorprogrammiert. In diesem Fall ist es notwendig, einen Anwalt für Kreditkartenbetrug zu konsultieren. Ist die Karte einmal gesperrt, ist der Karteninhaber von der Haftung für weiteren Kartenmissbrauch befreit. Sollten dennoch missbräuchliche Verfügungen zugelassen werden, ist die Bank in der Pflicht.

Kosten

Welche Gebühren fallen bei einem Kreditkartenbetrug an?

Wurde die Kreditkarte verloren oder gestohlen, benötigen Karteninhaber eine Ersatzkarte. In der Vergangenheit wurden für solche Ersatzkarten vielfach Extra-Gebühren verlangt. Diese Praxis hat der Bundesgerichtshof im Jahre 2015 für unwirksam erklärt (BGH-Urteil vom 20. Oktober 2015; Az.: XI ZR 166/14). Das oberste Zivilgericht vertrat die Auffassung, dass Ersatzkarten bei Verlust oder Diebstahl zur normalen Pflicht einer Bank gehören. Besondere Gebühren dürfen nicht verlangt werden. Das gilt auch für die Kartensperrung. Zu viel gezahlte Gebühren lassen sich nachträglich zurückfordern. Dazu sollte man sich auf das Urteil des Bundesgerichtshofes berufen und das Geld zurückfordern. Für nachträgliche Rückforderungen gilt eine Drei-Jahres-Frist, da nach drei Jahren der Anspruch auf Rückerstattung automatisch verjährt.

Einem Kreditkartenbetrug kann wirksam vorgebeugt werden.

Einem Kreditkartenbetrug kann wirksam vorgebeugt werden.

Prävention

Welche Maßnahmen können zur Prävention des Kreditkartenbetrugs ergriffen werden?

Die Kartengesellschaften und Banken sorgen inzwischen mit technischen Vorkehrungen dafür, die Gefahr für einen Betrug der Kreditkarte minimiert wird.

Kreditkarten mit Chip und PIN: Vor allem neuere Karten sind zusätzlich zu Magnetstreifen mit Chips ausgestattet. Dahinter steht ein technischer Standard, den die drei großen Kartengesellschaften Europay, Mastercard und VISA entwickelt haben. Chips sind wesentlich fälschungssicherer als die üblichen Magnetstreifen. Das Anfertigen von Karten-Dubletten ist nahezu unmöglich. Die Kombination aus Chip und PIN-Eingabe erschwert das unbefugte Mitlesen von Kartendaten. Bei Barabhebungen am Geldautomaten und Einkäufen im Einzelhandel ist dies ein guter Schutz.

3D-Secure-Verfahren: Für Online-Käufe steht das sogenannte 3D-Secure-Verfahren zur Verfügung. Bei VISA läuft dies unter der Marke „Verified by VISA“, bei Mastercard unter dem Titel „Mastercard SecureCode“. Ungeachtet der unterschiedlichen Bezeichnungen sind beide Verfahren weitgehend identisch. Das 3D-Secure-Verfahren funktioniert wie folgt: Der Karteninhaber gibt beim Einkauf seine Kartendaten wie gewohnt an. Daraufhin wird eine Verbindung zu der kartenausgebenden Bank hergestellt. Der Käufer muss anschließend seine Identität mit einem persönlichen Code bestätigen. Gegebenenfalls ist zusätzlich eine Sicherheitsfrage zu beantworten. Das Verfahren ähnelt einer elektronischen Unterschrift. Erst wenn die Angaben stimmig sind, ist die Transaktion möglich. Dadurch ist sichergestellt, dass nur der Karteninhaber den Online-Kauf veranlasst.

Hinweis
Die Nutzung des 3D-Secure-Verfahrens ist freiwillig. Wer beim Karteneinsatz im Internet auf Nummer sicher gehen möchte, sollte davon Gebrauch machen.

Pishing-Versicherung: Trotz aller raffinierten Sicherungsmaßnahmen – Die Erfahrung zeigt, dass Betrüger erfinderisch sind. Obwohl das finanzielle Risiko bei Kreditkartenbetrug im Normalfall überschaubar ist, wünscht sich mancher Karteninhaber einen umfassenderen Schutz. Es stellt sich die Frage, ob es eine Versicherung gegen Kreditkartenbetrug gibt. Inzwischen haben manche Versicherer ihren Hausratschutz um eine sogenannte Pishing-Versicherung erweitert. Damit sind Schäden durch Ausspähen und Missbrauch von Kontodaten abgedeckt – auch durch Kartennutzung. Allerdings kommt es auf die Bedingungen an, ob und in welchem Umfang der Schutz greift. Schäden durch den Besuch von „Fake-Websites“ sind vereinzelt abgedeckt.

Hinweis

Die Versicherungsleistung ist auf geringe Beträge begrenzt. Diese liegen bei rund 1000 Euro. Darüber hinaus ist die grobe Fahrlässigkeit ein Ausschluss-Kriterium. Damit kann es zu Streitigkeiten kommen. Ob eine Pishing-Versicherung Sinn macht, ist eine Kosten-Nutzen-Abwägung. Ein sicheres persönliches Verhalten dürfte in vielen Fällen der bessere Schutz gegen Kreditkartenbetrug sein.

Den Schaden des Kreditkartenbetrugs finanzieren

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Zu den Geringverdienern zählen laut Gesetz Auszubildende und Praktikanten
Redaktion IV

Rund 20 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland beziehen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Einkommen, das nur knapp über der Armutsgrenze liegt. Zwischen dem Bezieher eines Niedriglohnes und einem Geringverdiener gibt es jedoch einige Unterschiede. Was genau ist ein Geringverdiener? Müssen in dieser … Weiterlesen

Rund 20 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland beziehen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Einkommen, das nur knapp über der Armutsgrenze liegt. Zwischen dem Bezieher eines Niedriglohnes und einem Geringverdiener gibt es jedoch einige Unterschiede. Was genau ist ein Geringverdiener? Müssen in dieser Einkommensklasse Steuern gezahlt werden? Wie sieht es mit Nebenjobs und staatlichen Zuschüssen aus? Dieser Ratgeber hält alle wichtigen Informationen bereit.

Die Bedeutung des Geringverdienstes

Was versteht man unter einem Geringverdiener?

Der Begriff Geringverdienst ist ambivalent, denn es muss zwischen dem Geringverdiener im allgemeinen Sprachgebrauch und den sozialversicherungsrechtlichen Aspekten bei der Definition des Begriffes unterschieden werden. Im täglichen Leben, aber auch in der Sprache von Politikern und Behörden, meint Geringverdienst ein Arbeitsverhältnis, das mit weniger als 9,00 Euro pro Stunde honoriert wird. Oft sind die Arbeitnehmer im Friseurhandwerk oder Einzelhandel vom Geringverdienst betroffen. Demzufolge gelten rund 20 Prozent der Beschäftigten in Deutschland als Geringverdiener. Auch Praktikanten zählen zu dieser Gruppe. Dabei handelt es sich bei den Niedriglohnempfängern keineswegs ausschließlich um ungelernte Arbeitskräfte. Von einem niedrigen Einkommen ohne Aussicht auf eine Gehaltserhöhung sind außerdem Menschen mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium betroffen.

Das Sozialversicherungsrecht definiert Geringverdiener eindeutig in. § 20 Abs. 3 SGB IV als: „Versicherte, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind, ein Arbeitsentgelt erzielen, das auf den Monat bezogen 325 Euro nicht übersteigt, oder Versicherte, die ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz leisten.“

Laut Gesetz handelt es sich bei einem Geringverdiener um

  • Auszubildende und Praktikanten, die maximal 325 Euro Gehalt im Monat beziehen

Diese Geringverdiener sind nicht mit geringfügig Beschäftigten in sogenannten Minijobs zu verwechseln, die maximal mit 450 Euro monatlich entlohnt werden.

Zu den Geringverdienern zählen laut Gesetz Auszubildende und Praktikanten

Zu den Geringverdienern zählen laut Gesetz Auszubildende und Praktikanten

Verdienstgrenze

Die aktuelle Verdienstgrenze

Legt man die Definition der Sozialversicherung für Geringverdiener an, verbleiben in der Gruppe Auszubildende und Praktikanten, die maximal 325 Euro im Monat verdienen. Sie sind damit von eigenen Abgaben an die Sozialversicherung befreit, was für den Auszubildenden die einfache Gleichung brutto=netto bedeutet. Ist die Ausbildungsvergütung höher, erfolgen entsprechende Abgaben.

Was sollten Geringverdiener bei einem Nebenjob beachten?

Viele Auszubildende stocken ihr Lehrgeld durch Minijobs auf. Ein Nebenjob während der Ausbildung ist grundsätzlich erlaubt, sofern der Arbeitsvertrag nichts anderes festlegt. Der Arbeitgeber muss über die Nebentätigkeit informiert werden und kann diese untersagen, wenn er befürchtet, dass die Leistungen des Auszubildenden dadurch negativ beeinflusst werden. Ein Nebenjob bei einem Konkurrenzunternehmen muss der Arbeitgeber ebenfalls nicht dulden, bei Volljährigen gilt das Wettbewerbsverbot. Die Arbeitszeit des Nebenjobs hängt von der zu arbeitenden Stundenzahl im Ausbildungsberuf ab. Wer noch nicht 18 Jahre alt ist, darf laut Jugendschutzgesetz 40 Stunden in der Woche arbeiten. Für Volljährige sind maximal 48 Wochenstunden und sechs Arbeitstage pro Woche erlaubt.

Sozialversicherungsbeiträge

Nachfolgend untermauert ein Beispiel, wie sich die Beiträge gestalten, wenn der Geringverdiener zusätzlich zur Ausbildung einen Minijob aufnimmt.

Beispiel: Eine Auszubildende mit Minijob

Eine Auszubildende verdient im ersten Lehrjahr 300 Euro monatlich. Am Wochenende geht sie zusätzlich kellnern, wofür sie 250 Euro im Monat erhält. Die Ausbildung gilt als ihr versicherungspflichtiger Hauptberuf. Ausbildungsentgelt und Minijob werden nicht zu einem Gesamtgehalt addiert. Der Minijob als Kellnerin ist versicherungsfrei in allen Versicherungszweigen. Die Pauschalbeiträge zur Renten- und Krankenversicherung, die für den Minijobber anfallen, muss der Arbeitgeber des Minijobs tragen. Für einen längerfristigen Arbeitsausfall gelten besondere Bestimmungen für den Erhalt des Krankengelds.

 

Sonderzahlungen für Geringverdiener: Wo liegen die Grenzen?

Zuwendungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld übersteigen rasch die Geringverdiener-Grenze von 325 Euro monatlich. Alles, was 325 Euro übersteigt, wird für den Beitrag zur Sozialversicherung hinzugezogen. In diesem Fall müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen zahlen. Seit 2015 wurde die gesetzliche Grundlage für einmalige Sonderzahlungen erweitert. Bei einmaliger Sonderzahlung muss ein Arbeitgeber den Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse übernehmen, unabhängig davon, um welche Krankenkasse es sich handelt und ob durch diese überhaupt ein Beitrag erhoben wird.

Die Geringverdienergrenze ist für den Zeitraum der Berufsausbildung oder des Praktikums relevant. Der Arbeitgeber muss die Arbeitnehmeranteile bei diesem Konzept bezahlen. Er darf diese Kosten nicht vom Lohn des Auszubildenden abziehen oder einbehalten. Wer sich nicht in einer Berufsausbildung befindet, ist von diesen Abgaben nicht befreit. Wenn das Gehalt 325 Euro oder weniger im Monat beträgt, handelt es sich um einen Minijob. Minijobber bleiben in der Arbeits- und Pflegeversicherung beitragsfrei, obgleich sie seit dem 31.12.2012 in der Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Der Geringverdiener und sein Familienstand

Eine Änderung des Familienstandes hat für Geringverdiener während der Ausbildung keine Bedeutung. Für den Auszubildenden gilt auch nach der Eheschließung brutto=netto. Das einzige, was sich bei Verheirateten ändert, ist die Steuerklasse. In Steuerklasse 1, die ledige, kinderlose Auszubildende beinhaltet, fallen ab einem Jahreseinkommen von 8.820 Euro Lohnsteuern an.

Zuschüsse durch Arbeitgeber

Welche Beiträge muss der Arbeitgeber bei Geringverdienern übernehmen?

Wird die Grenze für Geringverdiener von 325 Euro nicht überschritten, muss der Arbeitgeber seinen eigenen Anteil am Sozialversicherungsbeitrag übernehmen sowie den des Auszubildenden. Ebenfalls zu zahlen von Arbeitgeberseite ist der Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung. Selbst bei dieser geringen Entlohnung besteht eine Versicherungspflicht in einer der gesetzlichen Krankenkassen. Ist der Auszubildende minderjährig und somit beitragsfrei über die Eltern versichert, ist eine eigene Mitgliedschaft in der Krankenkasse Voraussetzung.

Hinweis
Bis 2014 war der Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung auf 0,9 % festgelegt. 2017 beträgt der Zusatzbeitrag 1,1 %, für das Jahr 2018 ist ein leichter Rückgang auf 1,0 % zu verzeichnen. 

Unter Umständen muss der Arbeitgeber ergänzend den Zusatzbeitrag für Kinderlose in der sozialen Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 % zahlen. Im „Gesetz zur Berücksichtigung der Kindererziehung im Beitragsrecht der sozialen Pflegeversicherung“, als Kinder-Berücksichtigungsgesetz bekannt, wurde am 01.01.2005 der Beitragszuschlag für Kinderlose in Höhe von 0,25 % eingeführt. Üblicherweise trägt diesen der Arbeitnehmer alleine.

Die Ausnahme – Auszubildende unter 23 Jahren

Eine Ausnahme gilt für den Personenkreis, der das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ist ein Auszubildender älter, geht dieser Zusatzbeitrag als Geringverdiener zu seinen Lasten. Ausgenommen davon ist die Elterneigenschaft. Diese ist durch das Beibringen entsprechender Dokumente nachzuweisen. Für einen Arbeitgeber bedeutet das, dass für einen Geringverdiener in Ausbildung je nach Alter und Familienstand ein Drittel des Lohns für Sozialversicherungsabgaben anfallen kann. Ein Arbeitgeber, der die Beiträge nicht oder nicht fristgerecht abführt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Die Leistungen des Geringverdieners in der Sozialversicherung bleiben jedoch erhalten.

Wie sich die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung berechnen, wird an zwei Fallbeispielen erläutert.

Fallbeispiel 1 – Eine kinderlose Auszubildende ohne Minijob

Die Auszubildende ist 19 Jahre alt, hat keine Kinder, womit kein Zusatzbeitrag in der Pflegeversicherung anfällt. Die Ausbildungsvergütung beträgt 300 Euro im Monat. Damit fällt die Auszubildende in die Kategorie der Geringverdiener. Das bedeutet, der Arbeitgeber muss alle Sozialversicherungsbeiträge übernehmen und abführen. Die Einzelposten stellen sich im Jahr 2017 wie folgt dar:

Versicherung Abgabe des Sozialversicherungsbeitrags in Prozent
Rentenversicherung 18,70 %
 Arbeitslosenversicherung 3,00 %
Pflegeversicherung 2,55 %
Krankenversicherung 14,60 %

Üblicherweise beträgt der Anteil des Arbeitgebers für die gesetzlichen Krankenkassen 7,30 %, der des Arbeitnehmers ebenfalls. Diese Regelung greift nicht für Geringverdiener. Keine Rolle für den Arbeitnehmer spielt der Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung. Dieser ist für Geringverdiener einheitlich festgelegt und beträgt im Jahr 2017 1,1 %. Für die Kalkulation bedeutet das, dass für die Krankenkasse 14,6 % und 1,1, % zu erheben sind. Abweichende Regelungen gibt es im Bundesland Sachsen. Hier werden die Anteile von Arbeitnehmer und Arbeitgeber anders verteilt, was im Fall der Geringverdiener keine Relevanz hat, da hier der Arbeitgeber allein zahlt.

Versicherung Arbeitgeber Geringverdiener
Rentenversicherung 0,00 Euro 56,10 Euro
Arbeitslosenversicherung 0,00 Euro 9,00 Euro
Pflegeversicherung 0,00 Euro 7,65 Euro
Krankenversicherung 0,00 Euro 47,10 Euro
Gesamtbetrag 0,00 Euro 119,85 Euro

Hat der Auszubildende das 23. Lebensjahr vollendet, wären in der Pflegeversicherung, bedingt durch den Zusatzbeitrag, 8,40 Euro statt 7,65 Euro zu entrichten.

Fallbeispiel 2 – Ein kinderloser Auszubildender mit Sonderzahlung

Der 20 Jahre alte Auszubildende aus Köln erhält im ersten Lehrjahr eine monatliche Vergütung von 300 Euro und zusätzlich vom Arbeitgeber 100 Euro Urlaubsgeld. Bis zu einem Betrag von 325 Euro fallen für den Arbeitnehmer keine Beitragsanteile an. Der Arbeitgeber ist bis zu dieser Grenze verpflichtet, die vollen Sozialversicherungsbeiträge zu übernehmen. Für die Differenz von 75 Euro sind die normalen Berechnungen für Beiträge anzuwenden, was bedeutet:

  • Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen jeweils 50 %.
  • In der Krankenversicherung entfallen 8,4 % auf den Arbeitnehmer, der Arbeitgeber trägt 7,3 %
  • Wenn ein Auszubildender das 23. Lebensjahr vollendet hat und kinderlos ist, werden 0,25 % Zusatzbeitrag in der Pflegeversicherung fällig, was für obiges Beispiel jedoch nicht relevant ist
  • Bei Wohnsitz in Sachsen sind die Besonderheiten des Bundeslandes bezüglich der Pflegeversicherung zu beachten, das greift bei Wohnsitz Köln allerdings nicht
Versicherung Arbeitgeber Geringverdiener
Rentenversicherung 7,01 Euro 67,79 Euro (60,78 Euro + 7,01 Euro)
Arbeitslosenversicherung 1,13 Euro 10,88 Euro (9,75 Euro + 1,13 Euro)
Pflegeversicherung 0,96 Euro 9,25 Euro (8,29 Euro + 0,96 Euro)
Krankenversicherung 6,30 Euro 56.51 Euro (51,03 Euro + 5,48Euro)
Gesamtbetrag 15,40 Euro 144,43 Euro

Der Grenzwert für Geringverdiener kann einmalig oder in einzelnen Monaten überschritten werden.

Staatliche Zuschüsse

Haben Geringverdiener Anspruch auf Kindergeld?

Während der Berufsausbildung haben Geringverdiener Unterhaltsansprüche gegenüber ihren Eltern. Das ist besonders wichtig, wenn staatliche Beihilfen und Zuschüsse nicht infrage kommen, weil die Eltern zu viel verdienen. Die Eltern haben während der Ausbildung Anspruch auf Kindergeld, das maximal bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt wird. Eltern können das Kindergeld mit dem Unterhalt verrechnen. Das Kindergeld ist nicht mit dem Betrag zu verwechseln, den ein Geringverdiener von der Familienkasse für eventuelle eigene Kinder erhält.

Haben Geringverdiener Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe?

Als Geringverdienender ist es einem Auszubildenden kaum möglich, für seinen Lebensunterhalt vollständig selbst aufzukommen. Im Sozialgesetzbuch hat der Gesetzgeber daher festgelegt, dass unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) gewährt wird. Die Zahlung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Beihilfe greift während der ersten und einer staatlich anerkannten Ausbildung. Minderjährige erhalten BAB, wenn sie aufgrund der Distanz zum Ausbildungsort oder schwerwiegenden sozialen Gründen nicht bei ihren Eltern wohnen können. Der Antrag, dem der Verdienstnachweis der Eltern beigefügt sein muss, wird bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt. Gezahlt wird ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht, daher empfiehlt es sich, ihn rechtzeitig zu stellen.

Können Geringverdiener einen Anspruch auf Wohngeld geltend machen?

Die Berufsausbildungsbeihilfe enthält einen Pauschalzuschuss zur Miete, der in der Regel nicht die Kosten deckt. Aus diesem Grund kann ein Geringverdiener zusätzlich Wohngeldzuschuss oder Mietbeihilfe beantragen. Dieser Zuschuss ist nicht identisch mit dem üblichen Wohngeld. Mietbeihilfe kann laut § 22 Abs. 7 SGB II beantragt werden, wenn die Berufsausbildungsbeihilfe abgelehnt wurde, weil es sich um die zweite Ausbildung handelt oder die Eltern zu viel verdienen. Bei unter 25-Jährigen muss die Mietbeihilfe vor dem Umzug bei der ARGE oder dem Jobcenter beantragt werden. Wer sich in der zweiten Ausbildung befindet und keinen Anspruch auf BAB hat, kann Wohngeld beantragen.

Welche Ansprüche haben Geringverdiener mit Kindern?

Geringverdiener mit Kindern können neben dem Kindergeld den Kinderzuschlag beantragen. Wenn das Einkommen für den eigenen Lebensunterhalt genügt, aber der Verdienst nicht für den Unterhalt eines Kindes ausreicht, kann der Kinderzuschlag gewährt werden. Es können pro minderjährigem Kind im Haushalt der Eltern oder eines Elternteiles bis zu 140 Euro gewährt werden. Zum Einkommen wird die Berufsausbildungsbeihilfe angerechnet, Kindergeld und Wohngeld jedoch nicht. Der Kinderzuschlag wird gemeinsam mit dem Kindergeld von der Familienkasse ausbezahlt. Geringverdiener in Ausbildung sind vom Arbeitslosengeld II ausgeschlossen.

Hinweis
In besonderen Härtefällen kann ein Darlehen bewilligt werden nach § 7 Abs. 5 SGB II. Das greift, wenn der Geringverdiener vom Bezug des BAB ausgeschlossen ist. Befindet sich der Wohnsitz bei den Eltern oder wird eine eigene Wohnung bewohnt, obwohl sich die Ausbildungsstätte in zumutbarer Entfernung vom Elternhaus befindet, entfällt die Berufsausbildungsbeihilfe.

Haben Geringverdiener Anspruch auf einen Kredit?

Wer neben einem Geringverdienst noch über zusätzliche Einnahmen verfügt, hat durchaus die Chance und Möglichkeit einen Kredit von VEXCASH zu erhalten. Die Anfrage dazu ist kostenlos und ohne Auswirkung auf den eigenen Schufa-Score. Mit diesen beiden Vorteilen hebt sich VEXCASH-Angebot von normalen Banken und Kreditgebern ab.

Steuern

Wie werden die Steuern für Geringverdiener berechnet?

Geringverdiener mit einem monatlichen Entgelt von bis zu 325 Euro, müssen weder Einkommens- noch Kirchensteuer zahlen. Ein Einkommen von bis zu 735 Euro im Monat, beziehungsweise 8.820 Euro im Jahr ist steuerfrei. Bei Ehepaaren gilt der doppelte Betrag von 17.640 Euro. Die Steuerklasse spielt keine Rolle. Dieser Grundfreibetrag gilt für jeden Arbeitnehmer. Für Studenten gelten spezifische steuerliche Richtlinien.

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Soll das Auto abgemeldet werden, kann dies auch ein Vertreter übernehmen.
Redaktion IV

Wer sein Kraftfahrzeug verkauft oder endgültig verschrotten lassen möchte, muss es zuvor bei der Zulassungsstelle abmelden. Unterbleibt das, kann es Probleme geben: Meldet beispielsweise der Käufer das Auto nicht ab, verursacht aber einen Unfall oder bekommt ein Bußgeld, haftet derjenige, … Weiterlesen

Wer sein Kraftfahrzeug verkauft oder endgültig verschrotten lassen möchte, muss es zuvor bei der Zulassungsstelle abmelden. Unterbleibt das, kann es Probleme geben: Meldet beispielsweise der Käufer das Auto nicht ab, verursacht aber einen Unfall oder bekommt ein Bußgeld, haftet derjenige, der als Halter in den Papieren eingetragen ist. Wer davor sicher sein möchte, sollte das Auto abmelden.

Allerdings ist vor der Abmeldung der Karosserie darüber nachzudenken, ob das Auto noch genutzt werden soll. Ein abgemeldetes Fahrzeug darf weder auf einer Straße geparkt noch gefahren werden. Eine eventuelle Probefahrt wäre in dem Fall auf einem privaten Grundstück erlaubt. Wer sein Auto gebraucht zur Weiternutzung verkaufen möchte, sollte es nicht vor dem Verkauf abmelden. Dieser Ratgeber versorgt Sie mit allen relevanten Informationen rund um die Abmeldung Ihres Kraftfahrzeugs.

Welche Behörde ist für die Abmeldung des KFZ zuständig?

Wo kann man das Auto abmelden?

Wer das Auto abmelden oder ummelden möchte, kann sich an jede beliebige Zulassungsstelle wenden. Folgende Unterlagen werden für die Abmeldung benötigt:

  • die Kennzeichen des Autos
  • der Fahrzeugschein bzw. die Zulassungsbescheinigung Teil
  •  der Fahrzeugbrief bzw. die Zulassungsbescheinigung Teil 2
  • für die direkte Stilllegung muss eine zertifizierte Altauto-Annahmestelle einen Verwertungsnachweis ausstellen

Der Führerschein muss bei der Zulassungsbehörde nicht vorgelegt werden.

Hinweis: Wer aufgrund einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, kurz MPU, den Führerschein kurzzeitig abgeben muss, sollte sein Auto nicht sofort abmelden. Die Abmeldung lohnt nur dann, wenn das Auto für einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird.

Das Auto abmelden: Unterschiede der Abmeldeformen

Das Auto vorübergehend oder endgültig stilllegen: Was ist der Unterschied?

Wer sich noch nicht entscheiden kann, was mit dem alten Fahrzeug passieren soll, kann es vorübergehend stilllegen. Das geht maximal für sieben Jahre: Innerhalb dieser Zeit kann das Fahrzeug erneut mit den entsprechenden Papieren, der Versicherungsbescheinigung und eventuellem TÜV angemeldet werden. Ist die Frist von sieben Jahren überschritten, muss der TÜV vor der Wiederzulassung eine Vollabnahme durchführen. Bei dieser wird überprüft, ob das Fahrzeug noch den Vorschriften der Zulassung entspricht und ob es verkehrstüchtig ist. Wer sein Auto direkt abmelden möchte, muss bei der Zulassungsbehörde einen Verwertungsnachweis vorlegen. Dieser Verwertungsnachweis ist bei einer zertifizierten Stelle erhältlich, die alte Autos annimmt.

Soll das Auto abgemeldet werden, kann dies auch ein Vertreter des Fahrzeughalters übernehmen.

Soll das Auto abgemeldet werden, kann dies auch ein Vertreter des Fahrzeughalters übernehmen.

Der Prozess der Abmeldung

Was passiert bei der Abmeldung?

Wird das Auto abgemeldet, entwertet ein Mitarbeiter die KFZ-Kennzeichen und entfernt die Plaketten von TÜV und HU. Zwar entsorgt die Zulassungsstelle die alten Nummernschilder, wer mag, kann sie nach Hause mitnehmen. Das alte Kennzeichen kann ab jetzt neu vergeben werden. Es ist auch möglich, das alte Kennzeichen zu reservieren und später für ein anderes Fahrzeug zu nutzen.

Das Auto online abmelden

Da die Kennzeichen vorgelegt werden müssen, ist eine Online-Abmeldung nur für Fahrzeuge möglich, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen sind. Außerdem wird der Personalausweis mit eID-Funktion benötigt und ein entsprechendes Lesegerät. Auch das Fahrzeug braucht ein Kennzeichen und eine Zulassungsbescheinigung mit Sicherheitscode. Ist das alles vorhanden, können Sie das Auto auf dem zentralen Zulassungsportal des Kraftfahrt-Bundesamtes abmelden. Bei der Online-Abmeldung brauchen Sie nur den Anweisungen zu folgen, die auf dem Portal gegeben werden. Sobald Sie alle erforderlichen Angaben gemacht haben, bekommen Sie nach dem Absenden eine Bestätigung, dass das Auto tatsächlich abgemeldet wurde.

Die Frage der Vollmacht – Ein Vertreter meldet das Auto ab

Wenn Sie keine Zeit haben, selbst zur Zulassungsstelle zu gehen und Ihr Auto abzumelden, können Sie einen Vertreter schicken. Dieser braucht für die Abmeldung keine Vollmacht, jedoch sämtliche oben beschriebenen Unterlagen einschließlich der Nummernschilder.

Was kostet die Abmeldung?

Für die Kosten der Abmeldung gibt es keine bundeseinheitliche Regelung. Die nachfolgenden Preise sind deswegen durchschnittliche Kosten. Wollen Sie es ganz genau wissen, sollten Sie die entsprechende Zulassungsstelle anrufen.

  • Wird das Fahrzeug dort abgemeldet, wo es zugelassen ist, kostet das die geringste Gebühr: 6,90 Euro.
  • Für auswärtige Fahrzeuge sind 10 Euro zu bezahlen.
  • Für die Reservierung des Kennzeichens sind 2,60 Euro fällig. Allerdings kann das Kennzeichen – je nach Bundesland – nur für sechs bis zwölf Monate lang reserviert werden.

Auto abmelden: Steuern und Versicherung

Die Zulassungsstelle gibt dem jeweils zuständigen Finanzamt und der Versicherung Bescheid über die Abmeldung des Fahrzeugs. Dann verrechnet das Finanzamt die zu viel gezahlte Kfz-Steuer und der Versicherungsschutz ruht. Melden Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen kein anderes Auto an, ruht die Versicherung für maximal anderthalb Jahre. Läuft diese Frist ab, ist der Vertrag beendet. Wird das gleiche Auto innerhalb dieser anderthalb Jahre neu angemeldet, kann die Versicherung nicht gewechselt werden. Steuern

Darf nach der Abmeldung noch gefahren werden?

An dem Tag, an dem das Auto abgemeldet wird, darf es entweder nach Hause, zum Kfz-Händler oder zum Schrottplatz fahren. Allerdings müssen bei dieser Fahrt die bereits entwerteten Kennzeichen noch am Fahrzeug vorhanden sein. Der Versicherungsschutz erlischt erst, wenn der Tag der Abmeldung vorüber ist, pünktlich um 24.00 Uhr.

Verlust des Autos und der Dokumente

Was passiert bei einem Diebstahl?

Wird das Fahrzeug gestohlen, sollte es so schnell wie möglich bei der Zulassungsstelle abgemeldet werden. Damit Sie das Auto abmelden können, ohne die Nummernschilder dabei vorzulegen, brauchen sie eine polizeiliche Bestätigung des Diebstahls. Diese brauchen Sie auch dann, wenn Ihr Auto im Ausland gestohlen wurde. Geht es um die Regulierung eines Schadens, braucht auch der Versicherer die Abmeldebescheinigung so schnell wie möglich. Andernfalls bekommen Sie den Bußgeldbescheid, wenn nach dem Diebstahl beispielsweise ein Bußgeld verhängt wurde. Solange das Auto nicht abgemeldet ist, sind Sie weiterhin der Fahrzeughalter.

Die Zulassungsbescheinigung ist verschwunden

Ohne Zulassungsbescheinigung kann das Auto nicht abgemeldet werden. Ist sie verloren, sollten Sie das der zuständigen Zulassungsstelle so schnell wie möglich melden. Wurde die Zulassungsbescheinigung gestohlen, müssen Sie eine Anzeige erstatten.

Bei Verlust des Fahrzeugbriefs bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil 2: An Eides Statt muss versichert werden, dass die Zulassungsbescheinigung verloren wurde. Außerdem ist ein Aufbietungsverfahren notwendig: Der Fahrzeugbrief wird dabei vom Kraftfahrt-Bundesamt für ungültig erklärt. Das Verfahren dauert etwa drei Wochen. Ist es beendet, stellt die Zulassungsstelle neue Fahrzeugpapiere aus.

Bei Verlust des Fahrzeugscheins bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil 1: Es muss formlos eidesstattlich versichert werden, dass der Fahrzeugschein gestohlen oder verloren wurde. Anschließend ist der Zulassungsstelle der Fahrzeugbrief, der Personalausweis und der HU-Prüfbericht vorzulegen. Nach Entrichtung der fälligen Gebühr, wird die neue Zulassungsbescheinigung Teil 1 ausgestellt.

Wer sein Auto abmelden möchte, sollte die benötigten Unterlagen kennen und zusammentragen.

Wer sein Auto abmelden möchte, sollte die benötigten Unterlagen kennen und zusammentragen.

Zeitpunkt der Abmeldung des Autos

Tipps zur Abmeldung des Autos

Bei Privatverkauf: Wird das Auto privat verkauft, muss es nicht zwingend vom Halter abgemeldet werden. Trotzdem sollten Sie die zuständige Zulassungsstelle informieren, genauso wie die Kfz-Versicherung. Es reicht, wenn Zulassungsstelle und Versicherung eine schriftliche Kopie des Kaufvertrages erhalten. Vereinbaren Sie im Kaufvertrag, dass das Auto lediglich überführt und sofort neu angemeldet wird. Verursacht der neue Besitzer einen Schaden, sind Sie vor Ansprüchen eventueller Gegner geschützt. Sicherheitshalber sollten Sie Ihr Fahrzeug vor der Übergabe an den Käufer abmelden. Dann haftet Ihre Versicherung nicht mehr für eventuelle Schäden. Auch die Steuerpflicht endet.

Der richtige Zeitpunkt: Wenn Sie Ihr Auto abmelden, bevor Sie es verkauft haben, kann ein potentieller Käufer keine Probefahrt mehr auf öffentlichen Straßen unternehmen. Das ist nur mit einem angemeldeten Auto möglich, das über die nötige Versicherung und gültige Kennzeichen verfügt. Ist das Auto dagegen beim Verkauf noch angemeldet, kann der neue Besitzer damit gleich nach Hause fahren und braucht keine Überführungskennzeichen.

Recht und Gesetz

Welche gesetzlichen und steuerlichen Richtlinien sind zu beachten?

  • Finanzamt und Kfz-Versicherung werden von der Zulassungsstelle über die Abmeldung informiert.
  • Mit den entwerteten Nummernschildern darf das Fahrzeug nur noch am Tag der Abmeldung gefahren werden. Bis 23.59 Uhr ist der Versicherungsschutz noch gültig.
  • Für Wechselkennzeichen gilt: Sämtliche Fahrzeugpapiere und Kennzeichen müssen der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Dann wird die Zulassung aufgehoben und die Abmeldung bestätigt.

Wann ist der Verwertungsnachweis zu erbringen?

Wird das Auto abgemeldet, ist es bis zu sieben Jahre außer Betrieb gesetzt. Falls Sie sicher sind, dass Sie das Fahrzeug auf keinen Fall wieder anmelden, können Sie eine endgültige Außerbetriebsetzung erwirken. Bringen Sie Ihr Auto zu einer zertifizierten Annahmestelle, bekommen Sie den Verwertungsnachweis. Diesen legen Sie der Zulassungsstelle vor.

Nach der Abmeldung

Wie kann die Anschlussfinanzierung eines neuen Autos vollzogen werden?

Haben die Verbraucher ihr Auto verkauft und abgemeldet, weil Bedarf an einem größeren Auto besteht, ist die Finanzierung des neuen Wagens zu berücksichtigen. In derartigen Fällen hilft ein spezieller Kleinkredit für das Auto, der höhere Kosten deckelt.

Veröffentlicht unter Auto & KFZ | Kommentare deaktiviert für Auto abmelden – Kosten, Dokumente und Ablauf der KFZ-Abmeldung