Fernstudium Kosten – Mit diesen Ausgaben müssen Studenten rechnen

Mit einem Fernstudium kann zeitlich flexibel neben dem Beruf ein Abschluss als Bachelor oder Master an einer Fernuni erworben werden. Die Zahl der Anbieter und Studiengänge ist groß und die Abschlüsse sind in der Regel offiziell anerkannt. Eigeninitiative und Durchhaltevermögen sind beim Studieren gefragt, denn ein Fernstudium dauert nicht selten mehrere Jahre.

Bei der Wahl der Hochschule sollten Studenten in spe sorgfältig recherchieren, denn nicht alles, was als Fernstudium bezeichnet wird, ist ein Fernstudium. Es gibt Fernlehrgänge, die einige Monate oder Jahre in Anspruch nehmen und den Charakter einer beruflichen oder privaten Weiterbildung haben.

Die Kosten für ein Fernstudium fallen unterschiedlich hoch aus. Je nachdem, ob es sich um einen staatlichen oder um einen privaten Anbieter handelt, steigen und fallen die Gebühren für das Studium. Vor der Entscheidung für ein Fernstudium ist ein Vergleich hinsichtlich Kosten und Qualität empfehlenswert. Besonders bei den Kosten und der Leistungen der Studiengänge bestehen zumeist große Unterschiede. Weitere Infos zum Fernstudium, Tipps zur Finanzierung der Kosten und eine Auflistung der Vor- und Nachteile finden Sie in unserem Ratgeber.

Wie finde ich das richtige Fernstudium?

Viele Anbieter von Fernstudiengängen verfügen über eine Internetseite, versenden Infomaterial und führen Informations-Veranstaltungen durch. Dort können sich Interessenten ausführlich informieren und Fragen zum Inhalt, zur Dauer und den Voraussetzungen fürs Studiums stellen. Wer einen akademischen Abschluss wie Bachelor oder Master anstrebt, muss über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife verfügen. Immer mehr Fernakademien und Fernhochschulen bieten die Möglichkeit an, auch ohne Abitur zu studieren. Dies setzt besondere berufliche Kenntnisse und Erfahrungen voraus. Allgemeingültige Aussagen können hier nicht getroffen werden, da jede Fernuni gesonderte Anforderungen stellt.

Personen, die das Abitur oder die Fachhochschule auf dem zweiten Bildungsweg erwerben möchten, können dies ebenfalls in Form eines Fernstudiumstun. Die Prüfung erfolgt an einem staatlichen Gymnasium.
Ist eine Entscheidung für einen Anbieter und ein Abschlussziel gefallen, müssen die Formalitäten geregelt werden. Neben dem Antrag auf Einschreibung sind weitere Unterlagen wie zum Beispiel Zeugnisse oder andere Nachweise der Studienberechtigung erforderlich. Sie werden an den Hochschulen geprüft. Ist alles in Ordnung, kann der Interessent zum vereinbarten Zeitpunkt mit dem Fernstudium an der Hochschule oder Akademie beginnen.

Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte:

  • staatliche und private Anbieter
  • akademische Abschlüsse im Fernstudium möglich
  • Abitur oder Fachhochschulreife können im Fernstudium erworben werden
  • Infomaterial anfordern, Infoveranstaltungen besuchen
  • zur Einschreibung Antrag ausfüllen und zusammen mit Zeugnissen und anderen Unterlagen einreichen

Fernstudium – So gestaltet sich der Ablauf

Der Teilnehmer an einem Fernstudium muss weder Hörsäle aufsuchen, noch an Übungen oder Seminaren teilnehmen. Der Lehrstoff der Studiengänge kommt in Form von Lehrbriefen nach Hause. Am Ende eines Semesters sind bestimmte Leistungsnachweise zu erbringen. Diese Vorgehensweise unterscheidet sich nicht von einem Direktstudium.

Oftmals sind die zeitlichen Vorgaben gelockert und lassen viel Raum für berufliche Verpflichtungen und individuelle Lebensplanung. Schriftliche und mündliche Prüfungen werden nicht zu Hause abgelegt, sondern finden an zentralen Orten der Hochschule statt. Der genaue Ablauf, die Voraussetzungen und die Termine werden den Studenten der Feruni im Vorfeld mitgeteilt. Wird der Abschluss mit Bachelor oder Master im Fernstudium angestrebt, sind die Anforderungen ähnlich hoch wie bei einem Direktstudium. Nur die Studienform und die Prüfungsorganisation unterscheiden sich in vielen Punkten.

Ein Großteil des Studiums wird in den eigenen vier Wänden absolviert. Außerdem werden in regelmäßigen Abständen ein- oder mehrtägige Seminare an verschiedenen Orten angeboten. Einige Seminare sind freiwillig, andere sind verpflichtend. Die Kosten für den Fahrt, die Übernachtung und die Verpflegung sind von den Teilnehmern selbst zu tragen. Unter Umständen werden zusätzliche Gebühren fürs Seminar fällig.

Wie bei einem Direktstudium gibt es auch bei einem Fernstudium Semester und Semesterferien.
Wer die erforderlichen Leistungsnachweise erbracht und die Abschlussprüfung bestanden hat, erhält den Abschluss, zumeist den Bachelor oder Master, zuerkannt. Bis dorthin ist es ein langer Weg. Zwar gibt es bei einem Fernstudium Regelstudienzeiten, individuelle Abweichungen sind jedoch wahrscheinlicher als bei einem Direktstudium.

Die wichtigsten Infos zum Ablauf:

  • zeitliche und örtliche Flexibilität
  • Lehrstoff wird schriftlich oder online vermittelt
  • Seminare und Workshops zur Ergänzung
  • schriftliche und mündliche Prüfungen
  • Abschlussprüfungen
  • Abschlüsse als Bachelor- und Master an Fernhochschulen und -Akademien werden allgemein anerkannt
  • gleichwertig mit Abschlüssen an Direktuniversitäten

Kosten fürs Fernstudium

Die Kosten spielen bei einem Fernstudium eine erhebliche Rolle. Teilnehmer an einer privaten Fernhochschule oder Fernakademie müssen nicht selten mehrere hundert Euro pro Monat an Studiengebühren zahlen. Die Kosten belaufen sich schnell auf 10.000 Euro oder mehr.

Anders verhält es sich bei einer staatlichen Fernhochschule oder Fernuniversität. Hier stehen lediglich Kosten in Höhe von 1500 bis 3000 Euro zu Buche. Dies sind nur Richtwerte – individuelle Abweichungen sind möglich. Wer ein Studium bei einem ausländischen Anbieter aufnimmt, sollte höhere Kosten als bei einer deutschen Hochschule einplanen. Für einen Fernlehrgang, der zu keinem akademischen Abschluss führt, fallen Kosten von rund 50 bis 500 Euro pro Monat an.

Kosten für ein Fernstudium oder einen Fernlehrgang:

  • rund 10.000 Euro Gesamtkosten bei privaten Fernakademien oder Fernhochschulen
  • rund 2.000 – 3.000 Euro bei staatlichen Hochschulen und Universitäten
  • rund 50 bis 500 Euro pro Monat bei Fernlehrgängen
  • ausländische Fernstudien sind in der Regel teurer

Finanzierung des Fernstudiums

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Ein großer Vorteil gegenüber einem Direktstudium ist, dass der Teilnehmer weiter arbeiten gehen und die entstehenden Kosten von seinem festes Gehalt bezahlen kann. So ist der Lebensunterhalt gesichert. Sofern das Einkommen ausreichend hoch ist, kann es ganz oder teilweise zur Finanzierung der Studiengebühren und weiteren Kosten herangezogen werden. Außerdem ist ein Rückgriff auf private Ersparnisse oder finanzielle Hilfe von Freunden und Verwandten möglich.

Viele Personen denken zudem darüber nach, einen Kredit zur Finanzierung eines Fernstudiums aufzunehmen.
Der Weg kann zur Hausbank, einer anderen Bank oder einem Kreditanbieter im Internet führen. In jedem Falle ist im Vorfeld ein Vergleich der verschiedenen Studentenkredite empfehlenswert. Es gibt in der Regel keinen speziellen Kredit zur Finanzierung eines Fernstudiums. Hierfür kann ein normaler Ratenkredit herangezogen werden.

Bei einem Onlinekredit ist das Prozedere sehr einfach. Der Interessent begibt sich auf die Internetseite des Anbieters, stellt dort einen Antrag, füllt ein Formular aus und reicht ergänzende Unterlagen ein. Über den Kreditantrag wird schnell entschieden. Bei VEXCASH erfolgt sogar die Zusage für den Kredit in Echtzeit.

Die Entscheidung wird dem Kunden umgehend mitgeteilt. Im positiven Falle wird das Geld auf das angegebene Konto überwiesen oder bar ausgezahlt. Für Angestellte, die ein Fernstudium absolvieren möchten, stellt es aufgrund des gesicherten Einkommens meist kein Problem dar, einen Kredit zu erhalten. Selbst wenn die sonstige Bonität nur mittelmäßig ausfällt, ist eine Kreditvergabe im Internet kein Problem.
Der Kredit für die Kosten eines Fernstudiums wird in monatlichen Raten zurückgezahlt. Die Zahl und die Höhe der Raten wird im Voraus vertraglich festgelegt.

Die wichtigsten Infos zur Finanzierung des Fernstudiums:

  • Finanzierung durch regelmäßiges Einkommen weitgehend gesichert – Lebensunterhalt und Kosten
  • weitere Quellen sind eigene Ersparnisse oder Darlehen von Freunden und Verwandten
  • Kredite zur Studienfinanzierung erfreuen sich großer Beliebtheit
  • für ein Kredit ist ein festes Einkommen als Sicherheit wichtig, außerdem eine mittlere oder gute Bonität

Fernstudium – Kosten steuerlich absetzbar

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, die Kosten für ein Fernstudium oder einen Fernlehrgang steuerlich geltend zu machen. Dafür sind im wesentlichen zwei Rubriken vorgesehen. Entweder handelt es sich bei den Ausgaben um Werbungskosten oder um außergewöhnliche Belastungen.
Werbungskosten kommen für Personen in Betracht, die das Fernstudium oder den Fernlehrgang aus beruflichen Gründen absolvieren. In allen anderen Fällen handelt es sich bei den Kosten für ein Fernstudium um außergewöhnliche Belastungen. Für die Absetzbarkeit der Kosten fürs Studium gibt es bestimmte Obergrenzen, die vom Gesetzgeber festgelegt werden. Auskunft erteilt das örtliche Finanzamt oder ein Steuerberater.

Die wichtigsten Infos für die Steuererklärung

  • Steuerliche Absetzbarkeit ist gegeben entweder als
  • Werbungskosten oder
  • außergewöhnliche Belastunge

Vor- und Nachteile eines Fernstudiums

Vorteile des Fernstudiums Nachteile des Fernstudiums
zeitliche und örtliche Flexibilität Doppel- oder Dreifachbelastung über Jahre
individuelle Zeitplanung möglich Selbstmotivation, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz gefragt
Vereinbarkeit mit Beruf und Familie ist gegeben keine oder nur unzureichende Kontakte mit Kommilitonen
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