Geld verdienen mit Podcasts

Erfolgreich auf Sendung – so wird aus dem Podcast ein Erfolg

Der Podcast ist so etwas wie das Medium der 2010er, denn dieses recht neue, flexible Audioformat erlaubt es uns, auch unterwegs spielend leicht Inhalte zu konsumieren. Im Gegenzug bedeutet der aktuelle Podcasttrend natürlich auch, dass Podcaster erfolgreich über ihre liebsten Inhalte reden können und mit ihrer Show sogar online Geld verdienen können.
Wie genau das funktioniert, was ein guter Podcast alles braucht und wie Podcasts reich (oder zumindest kostendeckend) arbeiten, verrät dieser Ratgeber.

Ein Minikredit von  VEXCASH hat keinerlei Auswirkungen auf Ihren persönlichen Schufa-Score.

Von iTunes, Spotify und Deezer in die Ohren der Zuhörer – so funktionieren Podcasts

Bereits die Definition eines Podcasts ist durchaus schwierig, denn an inhaltliche Kriterien ist das Format nicht gebunden. Es ist ein Audiomedium, das über Distributoren an die Zuhörer gelangt – wenngleich einige Anbieter auch Videoaufzeichnungen ihrer Sendungen bereit stellen.

Dabei sind die Themen und Schwerpunkte ganz unterschiedlich und von der Besprechung neuer Comicbuchfilme über Ratgeber, Fitnesspodcasts, Comedy und True Crime bis hin zu Nachrichten oder Tabuthemen findet sich so ziemlich alles in den Podcast Apps, was Zuhörer findet.

Geld verdienen mit Podcasts

Das ist zum Einen schlecht für neue Podcaster, aber zum Anderen auch eine echte Chance. Podcasts sind inzwischen kein brandneues Medium mehr und entsprechend groß ist die Abdeckung an Sendungen. Zwei Freunde, die herum albern, finden sich tausendfach, aber wer die richtige, unbediente Nische findet, der kann auch durchaus Erfolg haben.
Auch bei der Länge sind Podcasts selten gebunden, Sendungen variieren gängigerweise zwischen 15 und 60 Minuten. Starten mit dem eigenen Podcast kann eigentlich jede/r, es braucht nur wenige, technische Grundvoraussetzungen.

Mikrofon, Computer, Hosting – Grundvoraussetzungen für einen Podcast

Aus technischer Sicht spricht eigentlich nichts dagegen, einen Podcast auch mit dem Smartphone und der Freisprechanlage aufzuzeichnen, möglich ist das. Allerdings ist es bei der Vielzahl existierender Podcasts schwierig, sich technisch stark unter den aktuellen Möglichkeiten zu bewegen.

Ein Mikrofon pro Host im Podcast ist also eigentlich Pflicht, im Notfall funktionieren auch Tischaufnahmegeräte (wie etwa ein Zoom). Gute Mikrofone mit einer Nierenklangcharakteristik gibt es bereits für rund 100,- Euro, oftmals werden diese bereits mit Halterung oder Tischstativ geliefert. Für solch ein Mikro eignet sich zum Beispiel unser Kredit ab 100 Euro. Mikrofone mit XLR-Anschluss sind meist besser, brauchen allerdings für den Computer noch ein Interface. Dieses Interface kann Ton auch gleich vormischen, aber auch USB-Mikrofone liefern eine ausreichende Qualität für einen Podcast.

Für die Aufzeichnung ist keine teure Software nötig, Macs werden etwa mit GarageBand geliefert, für Windows und Ubuntu gibt es kostenlos Audacity. Wer noch nie etwas mit Audiosoftware zu tun hatte, mag von den Funktionen zunächst etwas überfordert sein. Allerdings sind diese Softwaresuiten leicht zu bedienen, die überladene Bedienoberfläche sollte niemanden abschrecken. Tatsächlich braucht es für einen Podcast nur wenige Softwarefunktionen, mehr als ein guter Equalizer (EQ) für die Stimme ist nicht vonnöten.
Das Mikrofon sollte auf einem stabilen Stativ stehen und eine Aufhängung nutzen, um kleinere Erschütterungen abzufangen. Ein Poppschutz ist ein Muss für eine durchgehend klare Sprachaufnahme. Dieses „Schild“ wird zwischen Mikrofon und Mund angebracht und fängt den Luftstrom bei Plosivlauten ab, die sonst ein Rauchen verursachen. Vergleichbar ist das mit dem Pusten ins Mikrofon.

Kopfhörer sind ebenfalls notwendig, um die eigene Stimme während der Aufnahme zu überwachen und den Abstand zum Mikrofon immer wieder zu regulieren.
Eine Isolierung und Schalldämpfung des Aufnahmeraumes ist nur in seltenen Fällen wirklich notwendig. Reguläre Sprache verursacht nur wenig Echo, so dass ein normal möblierter Raum genug Schall auffängt, um nicht leer und nach dem Hall einer Kathedrale zu klingen.

Damit der Podcast aber nicht nur auf dem eigenen Rechner bleibt, sondern auch Zuhörer erreicht, muss er ins Netz geladen werden. Ob mit Videoaufzeichnung oder einfach nur als Audioinhalt auf einem starren Thumbnail, YouTube ist auch für Podcasts eine durchaus veritable Plattform geworden. Allerdings ist es nicht die erste und nicht die beste Adresse für Podcaster.

Die wichtigsten Plattformen sind iTunes (über die App Podcasts), Spotify, Deezer, Stitcher oder Luminary. All diese Plattformen erlauben das Streaming der Podcasts, doch sie sind nicht die Hostingplattformen. Ganz konkret bedeutet dies, dass Podcaster ihre Inhalte selbst über eine Website hochladen und verwalten und lediglich die Links dazu als RSS Feed an die Plattformen weiter leiten. Eine wirklich umfassende Distribution erfordert glücklicherweise nur wenig Mühe. Websitehosting mit Speicherplatz kostet allerdings auch etwas Geld, von Anbieter zu Anbieter, rund fünf Euro/pro Monat sind jedoch die durchschnittlichen Kosten für ein entsprechend großes Datenvolumen und die Erstellung eines podcastgeeigneten RSS Feeds.

Dieser Feed ist alles, was notwendig ist, um den Podcast auf allen gängigen Plattformen zu platzieren. Nach der Übermittlung an iTunes und Spotify (die meisten anderen Apps bedienen sich bei deren RSS Feeds) ist eine kleine Wartezeit vonnöten, anschließend ist der Podcast bereits in der Distribution und kann von allen Zuhörern gehört werden.

Erfolg durch Marketing, Engagement und Analyse

Die technischen Voraussetzungen alleine sind es natürlich nicht, die über Erfolg und Misserfolg eines Podcasts entscheiden. Viel wichtiger ist der Inhalt. Zunächst einmal brauchen Podcaster eine klare Vorstellung von Inhalten, Themen und Schwerpunkten. Dazu braucht es natürlich auch noch einen griffigen und einzigartigen Titel und eine einprägsame Beschreibung, damit potentielle Zuhörer auf den ersten Blick wissen, womit sie es zu tun haben.

Auch ein gutes Thumbnail und das entsprechende Grafikdesign des Titelbildes/der Titelbilder ist essentiell für den Erfolg. Ein gutes Thumbnail sollte dabei nicht nur ansprechend aussehen, sondern muss auch im Kleinformat lesbar sein. Denn in den Podcast Apps sind die Vorschaubilder recht klein, das bedarf einer guten Vorausplanung bei der Gestaltung.
Nachdem ein Podcast auf den entsprechenden Distributionsplattformen platziert ist, muss dieser unbedingt beworben werden. Ein initialer Boost an Zuhörern ist die Folge eines Kickstarts im Marketing, daher sollten Podcaster gerade zu Beginn ihren Podcast auf allen möglichen Kanälen bewerben. Facebook, Instagram, Twitter und Co. sind ertragreicher Nährboden für einen neuen Podcast, gegebenenfalls kann es sich auch lohnen, eine bezahlte Werbekampagne in den sozialen Netzwerken zu schalten. Als letzter immaterieller Bestandteil des Erfolges sei hier noch einmal das Regelmaß erwähnt, denn wie Illustrierte und Radioshows auch brauchen Podcasts regelmäßige Termine. Nur so können sie sich eine Followerbasis aufbauen, die gespannt auf die nächste Folge wartet.

Den Erfolg monetarisieren – von Zuhörern zum finanziellen Erfolg

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Podcasts Geld verdienen können, die Grundlage hierfür ist aber in jedem Fall ein kostenfreier Podcast für die Zuhörer. Sämtliche Methoden, aus diesem Geld zu schlagen, kommen zum Podcast dazu und unterscheiden sich je nach Zielgruppe. Die wohl häufigste Methode (vor allem bei englischsprachigen Podcasts ist diese dominant) ist das Sponsoring. Marken suchen sich Podcasts (oder umgekehrt) und im Podcast wird eine Werbeanzeige präsentiert. Die Podcaster unterbrechen ihren Inhalt hierfür oder starten mit der Anzeige und reden über das Produkt.

Ebenso ist es möglich, zum kostenfreien Podcast einen kostenpflichtige Bonusepisoden anzubieten. Dieser kann eine Ergänzung sein, eine Abweichung vom bekannten Inhalt oder etwas ganz Neues für treue Zuhörer. Gängige Distributionsmodelle hierfür sind der Verkauf über Plattformen wie Bandcamp, dort zahlen Zuhörer pro Episode, oder aber Patreon.
Generell ist Patreon auch für Podcaster inzwischen eine profitable Einnahmequelle geworden, hier können Supporter ihre gewünschte Summe beisteuern und erhalten dadurch exklusiven Zugang zu Bonusinhalten oder aber können bestehende Inhalte früher sehen. Podcaster haben es hier selber in der Hand, was sie liefern. Die gesetzten Anreize machen es gleichzeitig für Zuhörer verlockend, Geld beizusteuern und ihren gewünschten Podcast dadurch zu unterstützen.

Wer eine große Zahl an Followern besitzt, kann zudem über Live-Shows Geld einnehmen oder aber Affiliate Links propagieren. Hierüber können Zuhörer bei ihren gewohnten Online Shops einkaufen und an den Linkgeber (also den Podcaster) fließt ein kleiner Teil der ausgegebenen Summen. Podcaster sind dabei nicht unbedingt auf sich alleine gestellt, denn wie auch auf YouTube gibt es diverse Netzwerke, die zwischen Content Creators und Werbenden vermitteln. Allerdings gegen eine Provision.

Der Weg zum erfolgreichen Podcast

Technische und inhaltliche Perfektion alleine sind kein Garant für den Erfolg eines Podcasts, die richtigen Zuhörer zu erreichen, erfordert Arbeit. Um einen erfolgreichen Podcast in einen finanziell ertragreichen Podcast zu übersetzen, ist noch einmal mehr Arbeit vonnöten.

Aber all das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem Spaß, den ein gut organisierter Podcast bereitet und der Freude an der Interaktion mit einer aktiven Zuhörerschaft.