Das Freiwillige Ökologische Jahr

Was ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr?

Wer vor der Berufswahl oder nach der Ausbildung frischen Wind oder eine Neuorientierung braucht, holt sich beim FÖJ neue Skills und Eindrücke. Auch Studenten brauchen gelegentlich einen Tapetenwechsel und können im FÖJ ein Jahr lang an der Erhaltung einer lebenswerteren Umwelt mitarbeiten. Aktuell werden von den staatlich zugelassenen Trägern etwa 3.000 FÖJ-Einsatzstellen angeboten. Hinzu kommen rund 600 ÖBFD-Stellen (Ökologischer Bundesfreiwilligendienst).

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Zum 25. Jahrestag des FÖJ wurde ein neuer Film veröffentlicht:

Das FÖJ ist ein Entfaltungsjahr zwischen Schule und Beruf. Vermittelt werden Fähigkeiten und Erfahrungen bei Einsatzmöglichkeiten im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich. Während der beruflichen Orientierungsphase sollen neben der Praxisarbeit in der Umwelt auch umweltpolitische und ökologische Zusammenhänge in ihrem gesellschaftlichen Kontext verstanden werden. Der Freiwilligendienst zur beruflichen Orientierungsphase ist auch im Ausland möglich.

Das FÖJ im Überblick:

    • Alter zwischen 16 und 27 Jahren
    • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
    • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht
  • Weltweite Einsatzmöglichkeiten
  • Dauer 12 Monate, in Ausnahmen auch 6 und 18 Monate.

Rechtlich geregelt ist das Freiwillige Umweltjahr im Bundesgesetz zur Förderung von freiwilligem Engagement. Während des Freiwilligendienstes können beispielsweise Kindergeld und Familienbeihilfe bezogen werden (Freiwilligengesetz, FreiwG).

TIPP: Das FÖJ wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (ex-ZVS) als Wartesemester angerechnet. [Wikipedia]

Das Freiwillige Ökologische Jahr

Wer kann ein FÖJ machen?

Beim FÖJ kann jeder teilnehmen, der mindestens 16 Jahre alt ist und das 27 Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Damit muss der Freiwilligendienst vor dem 27. Geburtstag beendet sein.

Ein Schulabschluss spielt beim FÖJ keine Rolle. Bewerber sollten allerdings eine gute körperliche und psychische Belastbarkeit mitbringen. Je nach Einsatzbereich können die jeweiligen Anbieter jedoch spezielle Anforderungen stellen. So können etwa besondere Sprachkenntnisse (z. B. beim Aufenthalt im Ausland) erforderlich sein.

Am Ende des FÖJ erstellt jeder Teilnehmer eine Seminararbeit. Die Teilnahme wird mit einem Zeugnis zur geleisteten Arbeit bestätigt.

Eine Alternative zum FÖJ ist das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr). Die Zugangsvoraussetzungen entsprechen denen des FÖJ, allerdings sind die Themenschwerpunkte im sozialen Engagement angesiedelt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Der Freiwillige darf nicht mehr der Schulpflicht unterliegen. Diese endet im Alter von 15 Jahren, spätestens jedoch mit 16 Jahren.
Der Veranstalter des FÖJ muss ein staatlich anerkannter Träger sein.

Die Bewerbung wird direkt an den jeweiligen Träger geschickt. Dieser ist für den Bewerbungsprozess allein verantwortlich. Eine staatliche Verteilung der freien Plätze findet nicht statt. Die Voraussetzungen und Bewerbungsfristen sind je nach Anbieter unterschiedlich. Teilweise kann noch während des Projektjahres eingestiegen werden. Eine frühzeitige Bewerbung lohnt sich, insbesondere wenn bestimmte Projekt- oder Einsatzbereiche auf der Wunschliste stehen.

Das Angebot zum Erwerb wichtiger Kompetenzen im Sinne einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wurde vom Bundesarbeitskreis FÖJ (BAK) ins Leben gerufen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterhält weitere Informationen zum FÖJ.

Das BMFSFJ aktualisiert ständig die Adressen und Anlaufstellen zum FÖJ und zum FSJ (Freiwilligen Sozialen Jahr).

Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e.V.
Niedstr. 21
12159 Berlin
Email: [email protected]
Web: foej.de

TIPP: Ein Freiwilliges Soziales Jahr / Freiwilliges Ökologisches Jahr ist auch für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf bereits in der Planung (z. B. Schulabbrecher, Lernbehinderte, ehemalige Drogenabhängige, straffällig gewordene).

Wo sind die Einsatzgebiete beim FÖJ?

Das FÖJ wird vom Träger pädagogisch begleitet. An 25 Seminartagen leiten Fachkräfte die Arbeit an und unterstützen einen optimalen Einsatz. Ziel ist, einen möglichst hohen Nutzen aus dem Praktikum ziehen zu können. Im FÖJ geht es um alle Bereiche der Umwelt, Nachhaltigkeit, Globalisierung sowie um Ökosysteme. Oftmals können die Referenten und FÖJ-Teilnehmer die Themen und Inhalte der Seminare mitgestalten. Einige Träger bieten zusätzliche Qualifizierungsbausteine an. Die Teilnahme an den Seminaren ist verpflichtend.

Denkbar sind für das FÖJ Einsatzmöglichkeiten in vielfältigen ökologischen Bereichen:

  • Umwelt- und Naturschutzzentren
  • Ökologische Landwirtschaft
  • Landschaftspflege, Forstwirtschaft und Gartenbau
  • Institutionen zur Tierpflege
  • Wissenschaftlicher Umweltschutz
  • Umweltbildung, Umweltkommunikation und -information
  • Vereins- oder Verbandsarbeit im Natur- und Umweltschutz
  • Stellen bei öffentlichen Trägern/Einrichtungen
  • Lebensmittelverarbeitung
  • Stellen bei Unternehmen (betrieblicher Umweltschutz u. ä.).

Beim Tag der offenen Tür des BMFSFJ können sich Interessenten zum Freiwilligendienst informieren. Das Angebot richtet sich an Freiwillige und interessierte Einsatzleiter in allen Freiwilligen-Projekten und ist nicht auf den ökologischen Bereich beschränkt. Die jährlich stattfindende Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zusammen mit dem BAK FSJ auf der Jugendmeile organisiert.

Gibt es auch Angebote im Ausland?

Der Freiwilligendienst kann in Deutschland, Österreich und allen anderen Ländern der Welt erfolgen. Das FÖJ im Ausland beträgt 12 Monate und kann nicht verlängert werden. Für den Auslandsaufenthalt beträgt das Mindestalter in der Regel 18 Jahre. Die Plätze sind sehr begrenzt und sehr begehrt. Eine frühzeitige Bewerbung ist dringend empfohlen.

Anlaufstellen für den internationalen Jugendfreiwilligendienst.

Der Deutsch-Französischer Ökologischer Freiwilligendienst (DFÖJ) wird vom Träger BUND Rheinland-Pfalz/FÖJ-KUR angeboten. Die 40 Freiwilligenplätze in Frankreich stehen Bewerbern aus dem gesamten Bundegebiet offen. Das DFÖJ findet im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes (IJFD) und richtet sich an Interessenten zwischen 17 und 26 Jahren.

Die Ökologischen Freiwilligendienste Koppelsberg bieten einzelne Einsatzstellen im Ausland an. Möglich sind Auslandseinsätze in den Ostseeländern Litauen, Estland und Polen sowie in Österreich. Das Mindestalter beträgt hier 18 Jahre. Fließende englische Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt sowie die Motivation zum Erlernen der Sprache des Gastlandes.

Das im letzten Abschnitt vorgestellte FÖJ Wattenmeer betreut zusätzlich zwei Einsatzstellen im dänischen Wattenmeer. Für die begehrten Plätze muss ein ökologisches Engagement sowie fortgeschrittene dänische und / oder fließende englische Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Im Gastland wird das Bundesland Schleswig-Holsteins präsentiert.

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Tipp: Eine Kombination von In- und Auslandsdiensten ist seit dem 01.06.2008 möglich.

Wie viel verdient man?

Der Anbieter trägt die Kosten für Verpflegung, Unterkunft und Arbeitskleidung. Gezahlt wird außerdem ein Taschengeld. Die FÖJ Teilnehmer sind gesetzlich sozialversichert. Der Träger bzw. die Einsatzstelle übernimmt die Beiträge zur Unfall-, Arbeitslosen, Pflege-, Renten- und Krankenversicherung, eigene Beiträge sind nicht zu zahlen.

Werden Unterkunft Verpflegung und Arbeitskleidung nicht wahrgenommen, kann der Anbieter Geldersatzleistungen zahlen.
Bis zum 25. Lebensjahr kann grundsätzlich Kindergeld und alle daran gebundenen staatlichen und tariflichen Folgeleistungen beantragt werden.

Der Freiwilligendienst beim Anbieter wird vom BMFSFJ mit 200 Euro monatlich gefördert. Das Taschengeld für die Freiwilligen liegt häufig zwischen 300 und 500 Euro.

Welche Zeitrahmen gibt es?

Das Freiwillige Ökologische Jahr dauert 12 Monate. Offizieller Beginn ist der1. August, das Ende am 31. Juli des Folgejahres.
Möglich ist auch, mit dem jeweiligen Anbieter ein längeres oder kürzeres Praktikum zu vereinbaren. Die Mindestdauer für das FÖJ beträgt 6 Monate, kann aber bis zu 24 Monaten verlängert werden. Das Auslands-FÖJ ist auf 12 Monate beschränkt und nicht verlängerbar.

Bewerbungsfristen oder eine zentrale Bewerbungsstelle für den Freiwilligendienst gibt es nicht. Die Träger veröffentlichen auf ihren Webseiten die Voraussetzungen und sonstigen Bedingungen für den Praktikumsplatz. Teilweise ist es möglich, auch noch während des Projektjahres einzusteigen.

Wo finde ich passende Angebote?

Die Bewerber wenden sich selbst an passende Träger, um sich einen Freiwilligenplatz zu sichern. Die bundesweit zugelassenen Träger für FÖJ-Projekte werden regelmäßig auf www.foej.de aktualisiert.

Der Bericht zweier Teilnehmerinnen zu ihrem FÖJ im niedersächsischen Wattenmeer liefert einen Eindruck zum Freiwilligendienst. Jährlich stehen etwa ein Dutzend Bewerberstellen im deutschen Wattenmeer zur Verfügung. Auf die FÖJler warten Aufgaben aus der Öffentlichkeitsarbeit mit Besucher- und Schulklassen-Führungen, Büro- und Gartenarbeiten sowie die Betreuung der Ausstellung.

Der Hof Marienhöhe bietet ebenfalls Freiwilligenplätze im Bereich Garten und Ackerbau an. Bewerbungen für das Ökologische Jahr werden an die Stiftung Naturschutz gerichtet. .

Eine weitere Möglichkeit ist, in der Fahrradwerkstatt der Regenbogenfabrik mitzuarbeiten. Der gemeinnützige Verein verteilt an die FÖJler unter anderem Aufgaben zur Wartung der Räder und dem Verleih an die vorwiegend jungen Kunden aus dem In- und Ausland.

Um die Tierpflege geht es im Projekt des Kinderbauernhofes in Berlin-Tempelhof. Zusammen mit der Tierpflegerin werden die verschiedenen Groß- und Kleintiere des Hofes versorgt. Auch bei Fütterungsführungen nehmen die FÖJler teil.