Die 10 beliebtesten Geldanlagen der Deutschen

Die 10 begehrtesten Geldanlagen der Deutschen
Was sind die 10 begehrtesten Investmentarten der Deutschen? Und wie sicher oder gewinnbringend sind sie? Was sagen Finanzexperten über die lohnendsten Anlagen?

Eine der Schlagzeilen in der letzten Woche war die Meldung über den Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins von bisher 0,25% auf das Rekordtief von 0,15% zu senken. Dieser Schritt war von vielen Finanzexperten schon lange erwartet und überraschte daher kaum. Als Begründung für die erneute Leitzinssenkung wird die Förderung der Konjunktur in Europa genannt. In erster Linie gehe es darum, die Wirtschaften der krisengeschüttelten Länder Südeuropas, besonders Spanien, Portugal und Griechenland weiter voranzubringen. Billiges Geld soll den Unternehmen dieser Länder helfen, Investitionen anzukurbeln und die Konjunktur zu beleben.
So sehr dieser Schritt aber für die Wirtschaft von Bedeutung sein mag, die Senkung des Leitzinses trifft den einzelnen Sparer, denn dieser bekommt immer weniger Zinsen für seine Geldanlagen und seine Altersvorsorge. In immer mehr Bereichen decken die Renditen auf Geldanlagen schon nicht mehr die Kaufkraftverluste durch die ohnehin niedrige Inflationsrate. Vielfach ist deshalb sogar von einer „schleichenden Enteignung der Sparer“ die Rede.
Obwohl Sparer vermehrt auf der Suche nach rentablen und zeitgemäßen Geldanlagen sind, verändert sich die Anlagelandschaft nur langsam. Hier ein Überblick über die 10 beliebtesten Geldanlagen der Deutschen.

Sparbuch noch immer die Nummer eins der Geldanlagen

Statistisch existiert in Deutschland ein Pro-Kopf-Vermögen von rund 115.000 Euro, wobei der größte Teil nach wie vor in klassischen Geldanlagen liegt. Trotz kaum nennenswerter Zinsen ist das klassische Sparbuch bei deutschen Anlegern noch immer die am weitesten verbreitete Anlageform. So setzten im Jahr 2013 rund 64 Prozent aller deutschen Sparer auf diese klassische Anlageform und vertrauten einen großen Teil ihres Geldes einem Sparbuch an.
An zweiter Stelle rangieren Immobilien. Wohneigentum bietet ein Stück finanzielle Sicherheit im Alter und gilt bei rund 23% der Bundesbürger als beliebte Anlageform. Da Wohneigentum durch staatliche Förderprogramme zur Altersabsicherung gefördert wird und nicht zuletzt hier niedrige Kreditzinsen von Vorteil sind, dürfte dieser Bereich weiter an Bedeutung gewinnen, was allerdings die Immobilienpreise in die Höhe treiben wird.

Festgeld und Tagesgeld auf den Plätzen drei und vier

Obwohl als Geldanlage längst nicht mehr so lukrativ wie vor ein paar Jahren, erfährt die Festgeldanlage bei uns nach wie vor großen Zuspruch und rangiert mit 20% in der Hitliste der beliebtesten Geldanlagen auf Platz 3 vor Tagesgeld, für das sich 2013 rund 16% der Anleger entschieden.
Mit der jüngsten Senkung des Leitzinses werden wohl auch hier die Erträge weiter sinken. In jedem Fall sollten Anleger die flexible Anlage in Tagesgeld nutzen, um rund zwei Monatsgehälter mit – wenn auch nur geringer – Rendite vorzuhalten. Das erspart es ihnen, im Notfall auf einen kostspieligen Dispokredit zurückgreifen zu müssen.

Sparbriefe bzw. Prämien-Sparverträge weiter populär

Den fünften Platz in der Popularitätsliste belegen nach dem Vermögensbildungsgesetz vom Arbeitgeber geförderte Prämien-Sparverträge. Bei Sparbriefen, dem Klassiker der Prämien-Sparverträge handelt es sich um festverzinsliche Geldanlagen mit längeren Laufzeiten von bis zu 10 Jahren. Diese sind sogar beleihbar und erfreuten sich 2013 des Vertrauens von rund 9% der Anleger.

Spekulative Anlageformen auf dem Vormarsch

Rund 8% der Deutschen nutzen die zwar äußerst interessante, aber auch spekulative Anlageform des Erwerbs von Anteilen an offenen und geschlossenen Investmentfonds, die damit den 6. Rang belegen.
Insbesondere Aktien gelten zwar aufgrund der Kursschwankungen als hochspekulative Geldanlagen, doch sind Investments in Aktien und Aktienfonds mittlerweile auf dem Vormarsch. Immerhin vertrauten 2013 bereits 9% der Anleger zumindest mit Teilen ihres Vermögens auf die Kursentwicklung von Unternehmenspapieren. Da in die Statistik auch die von einigen Unternehmen an ihre Belegschaft vergünstigt ausgegeben Mitarbeiteraktien einfließen, belegt diese Anlageform mit 9% nur den 7. Platz.
Edelmetalle, Schmuck und Edelsteine liegen auf den hinteren Plätzen.
Obwohl Finanzexperten immer wieder raten, dass Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin zu einem gesunden Anlagemix gehören, wird diese Form noch relativ wenig genutzt, weshalb sie auch vor den Schlusslichtern Schmuck und Diamanten nur den 8. Platz in der Beliebtheitsskala belegt.

Fazit: Die Hitliste macht wieder einmal deutlich, dass deutsche Sparer als besonders sicherheitsbewusst einzuordnen sind, weshalb spekulative Anlagen noch eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Die jüngsten Entwicklungen dürften aber bald zu einem Umdenken führen und die Themen Aktien, Aktienfonds und Immobilienfonds immer mehr in den Fokus rücken. Da das Thema Aktienspekulationen immer populärer wird, werde ich diesem in Kürze einen eigenen Artikel widmen, auf den Sie sich jetzt schon freuen können.

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