Geldanlage und Vermögensaufbau: die Anlagetypen

Die Risikoneigung bestimmt die Anlagestrategie
Für die eigene Anlagestrategie ist es wichtig zuerst zu wissen, welcher Risikoneigung man selbst unterliegt.

Die Themen Geldanlage Vermögensaufbau, und Altersvorsorge bewegen regelmäßig die Gemüter. Angesichts der Zinsentwicklung der letzten Monate sehen sich viele Anleger gezwungen, Ihre Strategie zum Vermögensaufbau zu überdenken. Aber auch die gerade wieder in den Fokus gerückten Diskussionen um die teilweise dürftigen Ansprüche älterer Menschen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, die für viele nichts anderes als vorprogrammierte Altersarmut bedeuten, geben Anlass, sich eingehender mit Finanzprodukten und Anlageformen für die Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Hauptkriterien der Geldanlage zum  Vermögensaufbau:

Risiko, Sicherheit, Verfügbarkeit

Der Finanzmarkt bietet ja eine Fülle von Produkten, die je nach individueller Situation unterschiedlich genutzt werden sollten. In jedem Falle aber gilt, beim  Vermögensaufbau niemals alles auf eine Karte zu setzen. Ein effektiver Vermögensaufbau kann nur durch einen sinnvollen Mix aus Risiko, Sicherheit und Verfügbarkeit erreicht werden. Wie jedoch die Gewichtung der einzelnen Anteile im individuellen Anlageportfolio ausfallen sollte, entscheiden dabei die Ausgangssituation des einzelnen Sparers und natürlich auch der Anlegertyp.

Die vier Anlagetypen und ihre Merkmale

Im Wesentlichen unterscheiden Anlageberater vier Anlagetypen, die sich grundsätzlich an der Risikobereitschaft, an der Ertragserwartung und an den Lebensumständen des Anlegers bzw. der verfügbaren Zeit orientieren:

Typ 1: sicherheitsorientierte Anleger

Der sicherheitsorientierte Typ möchte Verluste möglichst vermeiden, baut auf stetige Wertsteigerung und sicheren Ertrag beim  Vermögensaufbau. Hier dürfte der weitaus größte Teil der deutschen Sparer zu finden sein, der in der Regel auf ein bestimmtes Ziel spart.
Neben Festgeld und Tagesgeld bieten sich für das Anlageportfolio Bundesobligationen an. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, die praktisch kein Ausfallrisiko beinhalten, da der Staat mit seiner Steuereinnahme für diese Papiere bürgt. Es ist allerdings auch für den sicherheitsorientierten Anleger ratsam, in geringem Maße (max. 30%) auf Aktienfonds zu setzen und dabei eine dreijährige Laufzeit einzukalkulieren.
Da bei der Geldanlage eine unumstößliche Regel besagt, dass mit der Zunahme der versprochenen Rendite die Sicherheit überproportional sinkt, sind sicherheitsbewusste Anleger gut beraten, ihre Gewinnerwartungen nicht zu hoch anzusetzen.

Typ 2: ertragsorientierte Anleger

Das Ziel im  Vermögensaufbau liegt hier in erster Linie auf der Erwirtschaftung guter Erträge, obwohl auch hier der Sicherheitsaspekt relativ hoch bewertet wird. Ertragsorientierte Anleger investieren einen wesentlich größeren Teil (bis zu 60%) in Aktien- und Immobilienfonds, aber auch einen nicht unerheblichen Teil in Tages- und Festgeld sowie Bundesobligationen. Als Anlagezeitraum sollten hier drei bis fünf Jahre einkalkuliert werden.

Typ 3: wachstums- oder gewinnorientierte Anleger

Dieser Anlegertyp ist bereit, für eine höhere Gewinnerwartung auch höhere Risiken für seinen  Vermögensaufbau einzugehen, möchte diese aber noch in überschaubarem Rahmen halten. Neben Aktien- und Immobilienfonds, dem Tagesgeld als Notgroschen sowie deutschen und ausländischen Staatsanleihen gehören durchaus auch Rohstoffe in ein solches Portfolio.
Um jedoch eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften, muss ein Anlagezeitraum von fünf und mehr Jahren einkalkuliert werden. Ein solches wachstumsorientiertes Anlageportfolio eignet sich hervorragend zur Altersvorsorge und zur langfristigen Immobilienfinanzierung. Wer allerdings jederzeit oder zumindest innerhalb eines relativ kurzfristigen Zeitraums wieder über sein Geld verfügen will oder muss, hat hier keine Gelegenheit, eventuelle Kursschwankungen „auszusitzen“.

Typ 4. chancenorientierte Anleger

Der chancenorientierte Geldanleger ist sich des Risikos bewusst, das er eingeht, um eine möglichst hohe Gewinnentwicklung beim  Vermögensaufbau zu realisieren. Im Vordergrund steht der langfristige Vermögensaufbau. Der Finanzmarkt bietet chancenorientierten Anlegern eine Vielzahl von Produkten. Ins Portfolio gehören bis zu 80% Aktieninvestments. Diese sollten sowohl von Unternehmen aus Industrieländern (60%) als auch zu 20% aus Schwellenländern stammen. Neben Aktien und Aktienfondsanteilen spielen Rohstofffonds, Gold und nur zu einem geringen Anteil Staatsanleihen eine Rolle.
Nicht nur für chancenorientierte Anleger gilt das Prinzip, dass Geldanlagen, egal welcher Form, wirklich nur sinnvoll sind, wenn das Geld auch über einen entsprechend langen Zeitraum nicht für irgendwelche Zwecke benötigt wird. Außerdem sollten Anleger zuallererst daran denken, zuvor eventuelle Kredite zu tilgen und alle anstehenden Schulden zu begleichen. Die beste Rendite sind immer noch Zinsen, die man nicht zahlen muss.

Wie verschiedene Musterportfolios für einzelne Typen konkret aussehen könnten, werde ich in einem späteren Beitrag darstellen.

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