BLOG
Finanz-Tipps

Kreditkartenabrechnung – Tipps zur Abrechnung der Kreditkarte

Kreditkartenabrechnung

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Karten unterscheiden sich nicht nur im Erscheinungsbild und in Zusatzleistungen. Auch bei der Kreditkartenabrechnung gibt es Unterschiede. Sie sind dafür verantwortlich, wann und in welcher Form Belastungen auf dem eigenen Konto stattfinden. Im Folgenden geht es um die Durchführung der Abrechnung. Auch verschiedene Abrechnungsaspekte im Zusammenhang mit Kartenverfügungen und Kartenbesitz werden in diesem Ratgeber ausführlich erläutert.

Abrechnungsformen

Was beinhaltet der Kontoauszug des Kreditkartenkontos?

Bei jeder Kreditkarte besteht ein eigenes Kartenkonto. Hier findet in regelmäßigen Abständen eine Abrechnung statt. Darauf sieht der Karteninhaber die Umsätze, Belastungen und Gutschriften.

Der Aufbau des Kontoauszugs ist einfach:

  • Im oberen Bereich der Abrechnung erscheint der Saldovortrag – der Kartensaldo des Vormonats. Er beträgt Null, sofern in der vorherigen Abrechnungsperiode ein Kontoausgleich per Lastschrifteinzug oder eine Überweisung erfolgte.
  • Darunter sind die einzelnen Kartenumsätze im Abrechnungszeitraum aufgeführt. Zu den üblichen Angaben gehören: Buchungsdatum, Buchungsadresse und Buchungsort. Darüber hinaus sind bei Fremdwährungs-Umsätzen der Währungsbetrag und Wechselkurs zu sehen. Ferner ist das Datum der Verfügung und der Verfügungsbetrag in Euro ausgewiesen.
  • Gebühren und Sollzinsen sind als weitere Einzelposten erfasst.
  • Erfolgte Lastschrifteinzüge oder Überweisungen finden sich am Ende.
  • Aus den Einzelbuchungen ergibt sich der neue Kartensaldo.

Die Kreditkartenabrechnung wird in der Regel per E-Mail versandt und ist online einsehbar. Das postalische Zusenden bildet inzwischen die Ausnahme. Der übliche Abrechnungs-Rhythmus beträgt einen Monat. Je nach Kreditkartentyp hat die Abrechnung verschiedene Konsequenzen.

Wer seine Kreditkartenabrechnung im Blick hat, kennt die Kosten und weiß sich vor einem Betrug zu schützen.
Wer seine Kreditkartenabrechnung im Blick hat, kennt die Kosten und weiß sich vor einem Betrug zu schützen.

Welche sind die gängigen Kreditkartentypen?

Bei den Kreditkarten sind Charge Cards, Revolving Cards, Debit Karten und Prepaid Karten zu unterscheiden.

  • Charge Cards zählen zu den klassischsten Kreditkarten-Varianten. Der Karteninhaber erhält bei diesen Karten über den ganzen Abrechnungszeitraum einen zinslosen Kredit. Der Karteninhaber darf bis zum eingeräumten Kreditlimit darüber verfügen. Mit der monatlichen Abrechnung wird der aufgelaufene Saldo ausgeglichen. Dies geschieht durch den Lastschrifteinzug vom Girokonto. Der Kredit wird dadurch automatisch alle vier Wochen getilgt. Charge Cards sind neben Revolving Cards die meistgenutzten Kreditkarten in Deutschland.
  • Revolving Cards stellen eine besondere Variante von Charge Cards dar. Der Karteninhaber hat die Wahl: Er kann einen aufgelaufenen Kredit am Ende der Abrechnungsperiode auf einmal tilgen. Ebenso ist Tilgung in Raten möglich. In der Regel sind bestimmte Mindestraten vorgeschrieben. Bei Revolving Cards und Charge Cards ist die Abrechnung der Kreditkarte mehr als eine Umsatzübersicht oder ein Kontoauszug. Sie dient als tatsächliche Rechnung, die per Tilgung oder Ratenzahlung durch Überweisung vom Girokonto auf das Kartenkonto erfolgt. Bei Ratenzahlung fallen für den nicht getilgten Kartensaldo Zinsen an. Diese sind in der Regel recht hoch. Die Zinssätze entsprechen mindestens den Dispozinsen.
  • Debit Kreditkarten sind in Deutschland unüblich. In einigen Ländern sind sie ein beliebtes Kredikartenmodell ohne eigenes Kartenkonto. Umsätze werden zeitnah direkt auf einem Referenzkonto belastet. Das ist meist das Girokonto. Der Zeitabstand zwischen Verfügung und Abbuchung beträgt ein bis zwei Tage. Die Abrechnung dient der Transparenz.
  • Prepaid Karten sind Kreditkarten, die ausschließlich auf Guthabenbasis funktionieren. Der Karteninhaber lädt das Kartenkonto per Überweisung auf und kann anschließend über diesen Rahmen verfügen. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist eine erneutes Aufladen erforderlich. Nur dann kann die Karte weiter genutzt werden. Die Kreditkartenabrechnung ist primär als Übersicht gedacht.

Welche Kreditkarten sind für bestimmte Personen zu empfehlen?

Klassische Kreditkarten erfreuen sich aufgrund des zinslosen Kredits großer Beliebtheit. Um eine Karte zu erhalten, ist Bonität vorzuweisen. Eine Kreditkarte hat auf den SCHUFA-Score einen spezifischen Einfluss, welcher im jeweiligen Fall zu berücksichtigen ist. Dabei gelten die gleichen Anforderungen wie bei einem üblichen Kredit. Geregeltes Einkommen und geordnete finanzielle Verhältnisse sind Mindestbedingungen. Wer damit Probleme hat, sollte eine Prepaid Karte in Erwägung ziehen. Dieses Modell empfiehlt sich für Schüler, Praktikanten oder Studenten. Für Studenten gelten außerdem besondere Regeln hinsichtlich finanzieller Entlastung, die beispielsweise in der Steuererklärung zum Tragen kommen.

Die Revolving Card bietet den Vorteil, dass sich die Kredittilgung strecken lässt. Der Karteninhaber gewinnt dadurch zeitlich befristete Spielräume bei seiner Liquidität. Wem Zahlungsdisziplin schwer fällt, sollte diese Karte für sich kritisch prüfen. Denn der Liquiditätsvorteil ist nicht billig.

Das Guthaben auf dem Kartenkonto

Wann und wie wird das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto verrechnet?

Grundsätzlich kann ein Kartenkonto im Guthaben geführt werden. Bei Prepaid-Karten ist das Standard, aber auch bei Charge-Cards ist das möglich. Ein Guthaben entsteht durch Überweisungen vom Girokonto über den Ausgleich des Kartensaldos hinaus. Durch das Guthaben erweitert sich der Verfügungsrahmen mit der Karte automatisch um den Guthabenbetrag. Das bietet sich für Karteninhaber an, die längere Zeit verreisen und dabei stets liquide bleiben wollen. Soll mit der Karte über das Kreditlimit hinaus verfügt werden, muss zuvor ein ausreichendes Guthaben vorhanden sein. Dann lässt sich auch eine größere Anschaffung oder ein Autokauf mit der Kreditkarte finanzieren.

Wie hoch sind die Zinssätze für Kreditkartenkonten?

Einige Kartenanbieter zahlen Zinsen für das Guthaben. Allzu üppige Erträge sind damit nicht zu erwirtschaften. Üblicherweise bewegen sich die Zinssätze nicht sehr weit vom Nullpunkt entfernt. Im günstigsten Fall kommt das Kreditkartenkonto einem Tagesgeldkonto nahe. Somit bietet das Kreditkartenkonto den Vorteil, das Geld verzinst auf dem Girokonto anzulegen.

Umsätze im Ausland

Was ist bei der Kreditkartenabrechnung im Ausland zu beachten?

Von großer Relevanz sind die Gebühren beim Einsatz in Ausland. Abgesehen vom Barabhebungen am Automaten oder Schalter, ist der Karteneinsatz im Inland weitgehend kostenlos. Das gilt sowohl bei Einkäufen im Einzelhandel als auch beim Internet-Shopping. Im Ausland sieht das anders aus. Die Gebührenmodelle sind dabei nahezu so zahlreich wie die kartenausgebenden Banken. Jede Bank legt die Kartengebühren selbst fest – zumindest bei VISA-Karten und der Mastercard. Wer beispielsweise ein Auslandsjahr plant, sollte die Wahl der passenden Kreditkarte wohlüberlegt treffen.

Hier ein Überblick:

  • Bezahlen mit der Karte im europäischen Wirtschaftsraum ist im Allgemeinen kostenlos. Bei Bargeldabhebungen im Euro-Raum fallen üblicherweise die gleichen Gebühren an wie im Inland.
  • Bei Karteneinsatz außerhalb des Euro-Raums verlangen viele Banken ein Auslandseinsatzentgelt. Es wird sowohl beim Bezahlen als auch bei Barabhebungen fällig. Zu den Abhebungsgebühren fallen zusätzliche Gebühren an. Das Auslandseinsatzentgelt bewegt sich in einer Größenordnung von 1,00 bis 2,00 Prozent des Kartenumsatzes. In einigen Fällen ist außerdem eine Gebühr für die Währungsumrechnung zu zahlen.
  • Das Internet-Shopping gestaltet sich etwas komplexer: Hat der Internet-Händler seinen Sitz im Nicht-Euro-Ausland, wird ein Online-Kauf in der Regel so behandelt wie die Bezahlung mit der Karte im Ausland. Dann fällt ebenfalls Auslandseinsatzentgelt an und gegebenenfalls eine Währungsumrechnungsgebühr. Das gilt auch, wenn der Kauf mit der Karte aus dem Inland erfolgte.

Rechte und Pflichten des Verbrauchers

Kreditkartenabrechnung – Maßnahmen im Falle eines Betrugs

Die Kreditkartenabrechnung ist mehr als eine reine Umsatzinformation. Sie ist ein Sicherheitsinstrument, das gegen Kreditkartenbetrug und Fehlbuchungen hilft. Erst mit dem Blick auf die Abrechnung, lässt sich oft ein Kartenmissbrauch feststellen. Aus diesem Grund sollte die Abrechnung regelmäßig kontrolliert werden.

Unbekannte Umsätze oder Adressen auf der Abrechnung sollte der Karteninhaber zeitnah reklamieren – telefonisch und schriftlich. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken lassen dafür durchschnittlich sechs bis acht Wochen Zeit. Die Buchung lässt sich im Rahmen einer Rücklastschrift folglich rückgängig machen. Falsche Buchungen sind selten und nicht immer eine Folge von Kreditkartenbetrug. Gelegentlich kommen Doppel-Buchungen vor, Beträge stimmen nicht, die Buchungsadresse ist inkorrekt oder es erfolgte eine Buchung, aber keine Leistung. Der Fehler liegt meist beim Händler oder Dienstleister. In diesen Fällen sind ein Widerspruch und eine Rückbuchung möglich. Bei Betrugsverdacht ist sofortige Kartensperrung angezeigt, ebenso bei Kartenverlust oder Kartendiebstahl.

Kreditkartenabrechnungen spielen in folgenden Fällen außerdem eine Rolle:

  • Firmen rechnen Firmenkreditkarten oft über Privatkonten ihrer Mitarbeiter ab. Diese sind dadurch motiviert, Belege im Zusammenhang mit Reisekosten schneller einzureichen, um das eigene Konto nicht zu belasten.
  • Bei Umtausch oder Rückgabe von gekauften Waren kann die Kartenabrechnung als Nachweis des Kaufs dienen. Anstatt der Bar-Rückerstattung erfolgt häufig eine Gutschrift auf dem Kartenkonto. Sie erscheint auf der nächsten Abrechnung.
  • Bei Selbständigen und Firmen mit Vorsteuerabzugsberechnung können sich bei Kreditkartenabrechnungen Angrenzungsfragen ergeben. Das ist der Fall, wenn Kaufdatum und Buchungsdatum in unterschiedliche Zeiträume für die Umsatzsteuer-Voranmeldung fallen.

Kreditkartenabrechnung bezahlen

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Rechnung der Kreditkarte

Kann die Kreditkartenabrechnung nicht über das Girokonto bezahlt werden, ist es möglich, die Rechnung der Kreditkarte über einen Kredit auszugleichen. Der Vexcash-Rechner hilft bei der Berechnung und Verfügbarkeit des Kurzzeitkredits.

Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Content Marketing und PR sind Nicoles große Stärke. Als ausgebildete Medienwirtin und Journalistin verfasst Sie spannenden Content für den Blog, unterstützt in der Freizeit Bildungsprojekte und lauscht gerne isländischer Musik.