Das Pfandleihhaus – Was ist ein Pfandkredit? Vor- und Nachteile & Tipps

In Zeiten finanzieller Engpässe reicht manchmal das Geld nicht zum Begleichen anstehender Rechnungen oder Verpflichtungen. Sind dann wertvolle Gegenstände im Haushalt vorhanden, kann das Pfandhaus eine Alternative sein, schnell und unkompliziert einen Pfandkredit zu erhalten – Bargeld gegen Wertgegenstände.

Ein Kredit von VEXCASH hat keinerlei Auswirkungen auf Ihren persönlichen Schufa-Score.

Was ist ein Pfandleihhaus?

Häufig werden die Wörter Leihhaus oder Pfandhaus synonym verwendet. Es sind Unternehmen, die über Pfand einen Kredit gewähren.

Ein Stapel von Euromünzen
Für die Aufnahme eines Kredits bestehen in Deutschland unterschiedliche Motive.

In Zeiten knapper finanzieller Ressourcen ist dies eine kurzfristige Möglichkeit Geld zu erhalten, wenn dringend Geld gebraucht wird .

Es werden Gegenstände – Schmuck, Uhren oder Antiquitäten – hinterlegt, also verpfändet. Das Geld wird sofort in Form von Krediten aushändigt. Eingangs bewerten fachkundige Mitarbeiter die angebotenen Pfandgegenstände. Pfandleihhäuser gibt es fast in jeder größeren Stadt. Viele haben sich auf bestimmte Gegenstände spezialisiert – wie Schmuck, Antiquitäten oder Autos.

Wie funktioniert ein Leihhaus?

Als Verbraucher bringen Sie Ihre wertvollen Gegenstände mit. Die angebotenen Pfandleihgaben werden überprüft und fachlich bewertet.

Dann wird ein maximaler Preis ermittelt. Sind Sie damit einverstanden, vereinbaren Sie einen Pfandkredit zu bestimmten Konditionen, die in einem Pfandleihvertag festgehalten werden.

Ihre Wertgegenstände werden als Pfand entgegengenommen und Sie erhalten dafür einen vereinbarten Geldbetrag. Bei diesem Pfandkredit ist der Kreditnehmer der Verpfänder, der für einen bestimmten Zeitraum ein Darlehen erhält. Dies zu festgesetzten Zinsen und Gebühren.

Die Zinsen und Bearbeitungsgebühren sind weitgehend gesetzlich vorgeschrieben, sodass sie planbar sind. Bei einem Pfandkredit bis zu 300 Euro betragen die Zinsen ein Prozent. Bei höheren Summen belaufen sich die Zinsen auf zwei Prozent. Die monatlichen Gebühren haben ebenso eine gesetzliche Grundlage. Bis zu einem Betrag vom 100 Euro entstehen Kosten von 2,50 Euro pro Monat, ab 300 Euro sind es 6,50 Euro pro Monat.

Wenn bis zum vereinbarten Stichtag das Darlehen mitsamt Gebühren und Zinsen beglichen wird, gehen die Wertgegenstände wieder in den Besitz des ursprünglichen Eigentümers über.

Sollte der Kreditnehmer den Betrag bis dahin nicht aufbringen, kann er innerhalb der Frist beim Pfandleihhaus vorsprechen und um Verlängerung bitten. Diese wird in der Regel gewährt. Die bis dahin entstandenen Gebühren und Kosten sollten bezahlt werden können.

Verstreicht die Frist ohne Auslösung des Wertgegenstandes oder ohne Vorsprache zur Vertragsverlängerung, kann das Pfandleihhaus in eigenem Ermessen über die Pfandsache verfügen.

Pfandleihhäuser sind gesetzlich dazu verpflichtet:

  • Darlehen auf Pfandsachen maximal für vier Monate zu vergeben.
  • Ab einer Darlehenssumme von 300 Euro Zinsen in Höhe von maximal zwei Prozent pro Monat zu erheben. Bei Darlehen unterhalb von 300 Euro beläuft sich der Zins auf einen Prozent.
  • Festgelegte und vom Kreditvolumen abhängige Pauschalen für die Kreditabwicklung zu vereinbaren, etwa für die Versicherung und Lagerung der Gegenstände.

Während die letzten beiden Punkte einheitlich für alle Pfandhäuser gelten, kann die Laufzeit bei einigen Institutionen geringer als vier Monate sein. Auch können Pfandleihäuser weniger Zinsen und Gebühren in Rechnung stellen. Ein Vergleich der Anbieter kann sich lohnen, dieser kann oft online durchgeführt werden.

Löst der Pfandkreditnehmer nach spätestens vier Monaten den Kredit nicht aus und verlängert auch nicht die Frist, können die Pfandhäuser die Gegenstände in Versteigerungen veräußern. Manchmal ist der Ertrag der Versteigerung inklusive Zinsen und Gebühren höher als der Kredit. Dann wird der Überschuss dem Verpfänder ausgezahlt. Sollte eine Versteigerung nicht erfolgreich sein, darf der Verpfänder die Wertgegenstände im Ladengeschäft verkaufen.

Tipps für die Verpfändung von Wertgegenständen

Der ausgezahlte Betrag entspricht zu 20 bis 50 Prozent dem tatsächlichen aktuellen Marktwert. Die angebotenen Kreditsummen liegen eventuell unter den eigenen Erwartungen. Zudem haben viele Wertgegenstände, gerade wenn es sich um Familienerbstücke handelt, auch einen emotionalen Wert. Dieser entspricht sicher auch oft nicht dem angebotenen Geldbetrag. Es kann auch sein, dass Goldschmuck nur vergoldet ist oder es sich bei einer Designer-Ledertasche um ein Imitat handelt.

Überlegen Sie sich auch, ob sie in der Lage sind, die Gegenstände innerhalb der Frist von vier Monaten wieder auszulösen. Wenn Sie schon vorher wissen, dass dies nicht möglich ist, kann ein Privatverkauf rentabler sein. Da hier wahrscheinlich mehr als 20 bis 50 Prozent des Wertes des Gegenstandes erreicht wird. Wägen Sie ab, was Ihnen wichtiger ist: Schnell und unkompliziert an Bargeld zu gelangen mit Verlusten oder können Sie noch warten und im Privatverkauf mehr Geld erzielen?

Bei der Suche nach einem geeigneten Pfandleihhaus achten zu auf folgende Punkte:

  • Wie lange besteht das Pfandleihhaus schon?
  • Ist es auf bestimmte Gegenstände spezialisiert? Dann könnten die Marktwerte besser eingeschätzt werden und Sie erhalten unter Umständen mehr Bargeld.
  • Die Summe sollte 50 % des Marktwertes nicht überschreiten. Höhere Summen lassen eher auf unseriöse Geschäfte schließen (ausgenommen KFZ-Pfandleihe).
  • Personalausweise werden vorgezeigt, eine Kopie durch das Pfandhaus ist nicht erforderlich.
  • Schauen Sie nach, ob das Pfandleihhaus Mitglied im Zentralverband des deutschen Pfandkreditgewerbes ist. Eine Mitgliederliste finden Sie auf der Webseite des Zentralverbandes unter pfandkredit.org.
  • Und: Online-Pfandhäuser unterliegen nicht den gesetzlichen Regelungen über Pfandhäuser.
  • Die Pfandleihverordnung finden Sie hier: http://www.pfandleihhaus-ratgeber.de/Pfandleihverordnung-1961.pdf und hier: https://www.gesetze-im-internet.de/pfandlv/BJNR000580961.html

KFZ-Pfandleihe: Auto, Anhänger oder Motorrad als Pfandleihgegenstände

Das eigene Auto oder Motorrad als Pfandleihgegenstand zu nutzen, klingt erstmal ungewöhnlich.

Bei der KFZ-Pfandleihe liegen die ausgezahlten Summen bei etwa 60 bis 70 Prozent des Marktwertes. Dies kann kurzfristig zu einer höheren Bargeldsumme führen. Wenn Sie zum Beispiel als Unternehmerin oder Unternehmer auf Zahlungseingänge warten, kann Sie das trotz eines gut laufenden Geschäftes in eine kurzzeitige Notlage führen. Vielleicht müssen Sie Gehälter zahlen und können eine KFZ-Pfandleihe zur Überbrückung nutzen.

Auch die KFZ-Pfandleihe unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen, die in der Pfandkreditverordnung festgelegt sind. Ein Pfandverleih ist also rechtsicher. So muss zum Beispiel bei einer Versteigerung eine öffentliche Bekanntmachung stattfinden und darf nur von einem vereidigten Auktionator getätigt werden. Sollte bei einer Versteigerung mehr als die Pfandsumme erwirtschaftet werden, erhält der ursprüngliche Eigentümer diese Summe.

Wer also Oldtimer oder Fahrzeuge mit Sommerzulassung im Winter verpfänden möchte und sich den Rückkauf leisten kann, für den kann eine KFZ-Pfandleihe ein guter Weg zum kurzfristigen Kredit sein.

Diese Voraussetzungen sind meist notwendig:

  • Sie sind alleiniger Eigentümer des Fahrzeuges oder Anhängers.
  • Sie sind voll geschäftsfähig.
  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie besitzen den Kfz-Brief, den Kfz-Schein und die dazugehörigen Schlüssel.
  • Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass haben Sie vorliegen.
  • Sie können weitere Unterlagen vorlegen, die den Wert des Fahrzeugs beeinflussen, wie ein Scheckheft oder Unterlegen zu vorgenommenen Reparaturen.

Folgende Kosten entstehen:

  • Zinsen von einem Prozent pro Monat nach der Pfandleihverordung
  • Kreditkosten von drei bis fünf Prozent der Darlehenssumme pro Monat
  • Eine Standgebühr für die trockene und sichere Unterbringung des Fahrzeugs, diese liegt bei etwa zwei bis fünf Euro pro Tag.

Durch den höheren Auszahlungsbetrag sind auch die Kosten und Gebühren höher, da sie prozentual berechnet werden. Wenn Sie also ein Autopfand von 15.000 Euro erhalten, zahlen Sie bei drei Monaten etwa 2600 Euro bis 3000 Euro Gebühren. Diese Summe sollte es Ihnen wert sein, sie fällt an.

Vor- und Nachteile eines Pfandkredits

Für einen Pfandkredit ist weder ein Bonitätsnachweis noch eine Schufa-Auskunft notwendig. Es genügt die Vorlage des Personalausweises.

Zwar erhält der Verpfänder in der Regel nur zwischen 25 und 50 Prozent des Zeitwertes des Gegenstandes, doch dafür gehen die Pfandgüter auch nicht in das Eigentum des Pfandleihers über. Bei der KFZ-Pfandleihe liegen die Summen bei etwa 50 bis 70 Prozent. Die verpfändeten Gegenstände können innerhalb einer Frist von drei bis vier Monaten zurückgekauft werden.

Auch in Zeiten niedriger Zinsen ist das Pfandleihhaus eine attraktive Alternative zur schnellen Versorgung mit Bargeld, denn die Dispozinsen liegen meist deutlich über den dortigen Forderungen.

Eventuell ist ihr Dispo auch bereits an der Grenze angelangt oder Sie haben keine Möglichkeiten zur Kontoüberziehung.

Ein Ratenkredit setzt Bonität voraus, ist mit Aufwand verbunden und die Bewilligung dauert meist einige Tage oder Wochen.

Darüber hinaus ist es für Freiberufler und Selbstständige oft schwierig, Kredite bewilligt zu bekommen.

Bei all den Vorteilen, ist es dennoch ratsam, gut abzuwägen, ob Sie die verpfändeten Wertsachen nach drei bis vier Monaten auch wieder auslösen können. Bei einer Verlängerung des Pfandkredits erhöhen sich auch die Gebühren und Zinsen. Und dann ist es meist nicht mehr rentabel.

Der Kurzzeitkredit – Eine Alternative zum Leihhaus

Wenn Sie lediglich für einen kurzen Zeitraum Geld leihen und einen Kredit beantragen müssen, der beim nächsten Zahlungseingang beglichen werden kann, ist ein Kurzzeitkredit eine Alternative zum Pfandleihhaus.

So können Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen, die neue Waschmaschine kaufen oder eine unerwartet hohe Nachzahlungsforderung des Stromanbieters begleichen. Beim kommenden Gehaltseingang zahlen Sie den Kurzzeitkredit zurück und konnten den finanziellen Engpass überbrücken.

Der VEXCASH Kurzzeitkredit – online, schnell und schufaneutral

Den Kurzzeitkredit können Sie online beantragen. Der Gang zur Bank oder zum Pfandleihhaus entfällt – füllen Sie einfach die entsprechenden Antragsformulare aus und senden Sie sie uns diese online zurück. Wir geben Ihnen innerhalb kürzester Zeit eine Rückmeldung bezüglich Ihres Kredits. Für eilige Situationen halten wir die Expressoption bereit. In diesem Fall wird der Kredit sofort bearbeitet und an die Bank zur Auszahlung übermittelt.

Finanzielle Engpässe können jeden treffen. Wenn herkömmliche Ratenkredite von der Hausbank aufgrund mangelnder Bonität nicht gewährt werden, kann der Engpass immer drängender und bedrohlicher werden. Der Gang zum Pfandleihhaus oder gar zum „Kredithai“ scheint ein Ausweg zu sein, um die benötigte Kreditsumme sofort zu erhalten. Das Pfandleihhaus kann eine sinnvolle Option sein, bei einem Kredithai ist große Vorsicht notwendig.

Eine Kreditanfrage auf VEXCASH hat keinerlei Auswirkungen auf Ihren persönlichen Schufa-Score. Wenn Sie Informationen zu Ihrem Schufa Score haben möchten, können Sie eine kostenlose Schufa Auskunft einholen.

Mit unserem Sofortkredit behalten Sie die Kontrolle über Ihre Finanzen. Einen Beitrag zur Kontrolle und dem Umgang mit Geld finden Sie hier.

In der ZDF-Mediathek gibt es bis zum 31.05.2020 noch einen Beitrag zum Thema Pfandleihhaus: zdf.de